15. Juni 2017, 13:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Konjunktur: Experten warnen vor Überhitzung

Die deutsche Wirtschaft boomt wie schon lange nicht mehr. Das bleibt auch erst einmal so, schreiben Kieler Wirtschaftsforscher. Doch am Ende des Booms droht ein Abschwung.

Konjunktur: Experten warnen vor Überhitzung

Das Kieler Wirtschaftsinstitut IfW warnt vor Konjunktur-Überhitzung.

Die deutsche Wirtschaft läuft heiß und steht an der Schwelle zur Hochkonjunktur. Das schreibt das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner jüngsten Konjunkturprognose, die in Kiel veröffentlicht wurde. “Die Wirtschaft ist mit überhöhter Drehzahl unterwegs und das bereits im höchsten Gang”, sagte IfW-Konjunkturchef Prof. Stefan Kooths. “Einfach höher schalten geht also nicht.”

Zwar sagen die Kieler Wirtschaftsforscher unverändert 1,7 Prozent Wirtschaftswachstum für das laufende und 2,0 Prozent für das kommende Jahr voraus. Der moderate Anstieg in diesem Jahr sei jedoch lediglich auf die hohe Zahl von Feiertagen an Werktagen zurückzuführen und läge ansonsten bei 2,0 Prozent.

“Ungewöhnlich lange Aufschwungphase” wird nicht ewig währen

Die deutsche Wirtschaft wachse noch bis 2018 schneller als nachhaltig möglich sei. Die Kapazitäten seien ähnlich überlastet wie zuletzt im Boomjahr 2007 und zu Zeiten des Internet-Booms 1999/2000. Damit wachse das Risiko für einen Rückschlag. “Der Aufschwung geht nunmehr in sein fünftes Jahr”, sagte Kooths.

Zwar sei nicht mit steigenden Zinsen zu rechnen, doch werde die ungewöhnlich lange Aufschwungphase nicht ewig währen. “Eine nach oben vom Potenzial abweichende Produktionstätigkeit muss früher oder später korrigiert werden.”

Aufschwung bei den Investitionen nimmt Fahrt auf

Bis es soweit ist, gewinnt der Aufschwung in Deutschland zunehmend an Breite. Der private Konsum werde in seinem Wachstum durch steigende Energiekosten etwas gebremst, doch dafür nimmt der Aufschwung bei den Investitionen an Fahrt auf.

Die Anlageinvestitionen steigen laut Prognose in diesem Jahr um 2,6 und im nächsten um 4,2 Prozent, die Ausrüstungsinvestitionen legen nächstes Jahr sogar um 5,1 Prozent zu. Zudem erhöhen sich die Exporte demnach durch die Belebung der Weltkonjunktur um 4,0 Prozent in diesem und 4,8 Prozent im nächsten Jahr. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Gleicher Job, weniger Rente: 26 % weniger gesetzliche Rente für Frauen

Gleichberechtigung: 26 Prozent – so hoch ist die zu erwartende durchschnittliche Rentenlücke von Frauen im Vergleich zu Männern in Deutschland. Das heißt: Frauen erhalten mehr als ein Viertel weniger gesetzliche Rente vom Staat als ihre männlichen Kollegen. Eine Frau, die mit 67 Jahren in den Ruhestand geht, erhält nach heutiger Berechnung im Monat 140 Euro weniger Rente als ein Mann. 

mehr ...

Immobilien

Unausgepackte Kartons: Jeder 3. Deutsche ist nach 5 Jahren noch nicht fertig mit dem Umzug

So ein Umzug ist stressig, gerade für Berufstätige und Familien mit kleinen Kindern. Was gerade nicht dringend erledigt werden muss, wird verschoben. Je weniger Zeit seit dem letzten Umzug vergangen ist, desto mehr Aufgaben haben Umzügler noch auf ihrer To-Do-Liste. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von umzugsauktion.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Cash.-Branchengipfel: “BaFin-Aufsicht positiv”

Der 9. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen brachte einige durchaus überraschende Ergebnisse, unter anderem zur geplanten BaFin-Aufsicht über den freien Vertrieb sowie zu den voraussichtlichen Kosten dafür. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „B++“ für United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. hat den Fonds „United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland“ mit insgesamt 67 Punkten bewertet. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „gut“ (B++).

mehr ...

Recht

Nach Ausstieg: Kein Anrecht auf Bestandsübertragung

Regulation und digitaler Wandel verändern die Versicherungsbranche rasant. Vor diesem Hintergrund überprüft das Gros der Vermittler die eigene unternehmerische Ausrichtung. Eine Folge sind zunehmende Zahlen registrierter Versicherungsmakler. Doch was passiert mit dem Bestand? Ein Kommentar von Alexander Retsch, Syndikusanwalt der vfm Gruppe.

mehr ...