13. April 2017, 14:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Privates Geldvermögen 2016 auf Rekordniveau

Das Zinstief macht Sparern in Deutschland zu schaffen. Dennoch steigt das Geldvermögen der Privathaushalte auf einen Rekordwert. Vor allem Aktien und Fonds zahlen sich aus. Zudem konnten dank des robusten Arbeitsmarktes und steigender Reallöhne viele Menschen mehr auf die hohe Kante legen.

Privates Geldvermögen 2016 auf Rekordniveau

Das Geldvermögen der Privathaushalte ist 2016 auf einen Rekordwert gestiegen.

Die Menschen in Deutschland besitzen trotz des Zinstiefs so viel Geldvermögen wie nie zuvor. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank stieg das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen an Versicherungen Ende vergangenen Jahres auf den Rekordwert von 5.586 Milliarden Euro.

Das deutliche Plus von 98 Milliarden Euro beziehungsweise 1,8 Prozent erklärte die Notenbank vor allem mit gestiegenen Börsenkursen. Allein gut 53 Milliarden Euro resultierten danach aus Bewertungsgewinnen, insbesondere bei Aktien und Anteilen an Investmentfonds. “Auch im Jahresverlauf trugen die Bewertungsänderungen bei Aktien und Investmentfondsanteilen insgesamt positiv zum Anstieg des Geldvermögens bei”, erklärte die Notenbank.

2.113 Milliarden Euro in Versicherungen und Altersvorsorgesystemen

Dank des robusten Arbeitsmarktes und steigender Reallöhne konnten viele Menschen auch mehr auf die hohe Kante legen. Unter dem Strich flossen rund 45 Milliarden Euro in Bargeld und Sichteinlagen, zu denen Girokonten und Tagesgeldkonten zählen. Es war den Angaben zufolge der zweithöchste Wert seit dem Jahr 1999. Nahezu unverändert blieben Spareinlagen, obwohl sie in der Zinsflaute kaum noch etwas abwerfen.

In Versicherungen und Pensionseinrichtungen, die ähnlich wie Bankeinlagen als risikoarm gelten, investierten die Bundesbürger im vierten Quartal knapp 20 Milliarden Euro. Der Zuwachs entsprach etwa dem Vorjahreswert. Insgesamt stecken 2.113 Milliarden Euro in Versicherungen und Altersvorsorgesystemen.

Nettogeldvermögen erhöhte sich um 2,3 Prozent

An den Kapitalmärkten hielten sich die eher als börsenscheu geltenden Deutschen verglichen mit den Vorquartalen dagegen zurück. Unter dem Strich trennten sie sich in den letzten drei Monaten 2016 von Aktien und sonstigen Anteilsscheinen im Wert von fast einer Milliarde Euro. Das traf vor allem inländische Unternehmen. In Investmentfonds steckten die Privathaushalte hingegen gut fünf Milliarden Euro. Beliebt waren vor allem Aktienfonds und gemischte Wertpapierfonds.

Zugleich nutzten die Bundesbürger die niedrigen Zinsen, um sich günstig Kredite zu verschaffen – vor allem für den Wohnungsbau. Die gesamten Verbindlichkeiten der privaten Haushalte stiegen um 0,5 Prozent auf 1.671 Milliarden Euro. Unter dem Strich erhöhte sich das Nettogeldvermögen damit um 2,3 Prozent auf 3.915 Milliarden Euro. Immobilien oder Kunstwerke sind in der Statistik nicht enthalten. Auch wie das Vermögen verteilt ist, geht aus der Studie nicht hervor. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Telefonica und Allianz starten Glasfaserprojekt in Deutschland

Der spanische Telekomkonzern Telefonica hat sich beim Glasfasernetz-Ausbau die Allianz als Partner an Bord geholt. Beide Konzerne sollen jeweils zur Hälfte am Gemeinschaftsprojekt beteiligt sein, teilten sie am Donnerstag in Madrid und München mit.

mehr ...

Immobilien

Seehofer will erschwerte Umwandlung von Mietwohnungen

Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU) plant nun doch höhere Hürden für die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Das sieht ein neuer Entwurf für das Baulandmobilisierungsgesetz vor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Er soll voraussichtlich am kommenden Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden.

mehr ...

Investmentfonds

Ex-Wirecard-Manager wohl V-Mann von Geheimdienst in Österreich

Der frühere Wirecard-Manager Jan Marsalek war möglicherweise V-Mann des österreichischen Nachrichtendienstes. Einen V-Mann in einem Dax-Unternehmen zu platzieren, wäre ein Affront und könnte die deutsch-österreichischen Beziehungen belasten.

mehr ...

Berater

DKM 2020: digital.persönlich.erfolgreich

Der Umzug der DKM 2020 von der Messe Dortmund in die digitale Welt war ein voller Erfolg. Mit über 19.700* Messeteilnehmern verteilt auf 4 Messetage, 157 Ausstellern und mehr als 200 Programmpunkten bei Kongressen, Workshops, Roundtables und Speaker’s Corner hat die 24. Auflage der Leitmesse auch in der digitalen Version die Finanz- und Versicherungsbranche überzeugt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance mit 650-Millionen-Dollar-Closing in San Francisco

Der Asset Manager Deutsche Finance und SHVO Capital haben gemeinsam für ein institutionelles Joint Venture um die Bayerische Versorgungskammer den Gebäudekomplex „Transamerica Pyramid“ in San Francisco erworben.

mehr ...

Recht

Kauf bricht nicht Miete: Tipps für den Verkauf einer vermieteten Wohnung

Erst Vermieten, dann Verkaufen: Eine vermietete Wohnung zu verkaufen stellt Eigentümer vor besondere Herausforderungen. Denn das bestehende Mietverhältnis wirkt sich nicht nur auf den Verkaufspreis aus, auch die Käuferzielgruppe ist eine andere als bei einem unvermieteten Objekt. Welche Besonderheiten Eigentümer beim Verkauf einer vermieteten Wohnung beachten müssen, fassen die Experten des Full-Service Immobiliendienstleisters McMakler zusammen.

mehr ...