Märkte erwarten ein ‚whatever it takes‘ von der Fed“

Die Finanzmärkte haben hohe Erwartungen an das Statement von Jerome Powell in Jackson Hole. Wenn sie enttäuscht werden, dürften die Anleger sehr nervös reagieren. Ein Kommentar von Seema Shah, Chefstrategin des US-amerikanischen Vermögensverwalters Principal Global Investors.

Jerome Powell. Präsident der Federal Reserve

Seema Shah sagt: „Das Treffen in Jackson Hole bietet für die Fed eine gute Gelegenheit, um einen sich selbst erfüllenden Abschwung an den Märkten noch abzuwenden. Da die Märkte derzeit sehr sensibel auf Stimmungen reagieren, können plötzlich auftretende Sorgen unter den Anlegern extreme Auswirkungen haben.

Powell reagiert auf Kritik und bereitet Rede ausgiebig vor

Selbst ein Szenario, in dem die Anleger in Panik verfallen und damit den von ihnen befürchteten Abschwung selbst erst auslösen, ist nicht ausgeschlossen.

Jerome Powell ist für seine Kommunikation bei den Fed-Pressekonferenzen zwar schon mehrfach kritisiert worden. Die Statements in Jackson Hole werden jedoch ausgiebig vorbereitet werden, sodass der Markt klare und unmissverständliche Botschaften erwartet.

„whatever it takes“

Investoren wollen die Aussicht auf eine baldige Zinssenkung bestätigt bekommen und erwarten eine Rückversicherung, dass die Fed nicht mit einer Rezession rechnet. Außerdem wollen sie einen Hinweis darauf haben, dass die Notenbank bereit ist, im Falle weiterer negativer Signale alles zu tun, was nötig ist, um die Wirtschaft zu stützen – „whatever it takes“.

Liefert die Fed weniger als erwartet, dann dürften die Anleger sehr nervös werden.“

Foto: Mark Wilson / Getty Images

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