10. September 2019, 12:15
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Pegasystems-Studie: Software-Roboter liefern, wollen aber gehätschelt werden

Software-Roboter erweisen sich in deutschen Unternehmen als hocheffektiv bei der Straffung von Arbeitsabläufen; ihre Implementierung und Pflege sind aber oft aufwändiger als gedacht. Das zeigt eine aktuelle Studie von Pegasystems, führender Anbieter von strategischen Software-Lösungen für Vertrieb, Marketing, Service und Operations.

Automatisierung Effizienz in Pegasystems-Studie: Software-Roboter liefern, wollen aber gehätschelt werden

Software-Roboter auf Servern (Robotic Process Automation, RPA) und Desktops (Robotic Desktop Automation, RDA) gelten gemeinhin als schneller und einfacher Weg zur Digitalen Transformation.

Um herauszufinden, ob sie diesem Ruf in der Realität auch gerecht werden können, führte Pegasystems eine weltweite Umfrage unter Unternehmen durch, die RPA und/oder RDA im Einsatz haben. Dabei wurden auch 100 Entscheider aus Deutschland befragt.

Automatisierung erzielt größere Erfolge als erwartet

Die zentralen Ergebnisse der Umfrage für Deutschland: In der großen Mehrheit der Fälle sorgt die Automatisierung mit Software-Robotern für einen signifikanten Mehrwert, der die Erwartungen der Entscheider sogar häufig noch übertrifft.

So sagten 66% der deutschen Umfrageteilnehmer, dass die Effekte der Automatisierung in ihrem Unternehmen noch größer als ursprünglich gedacht sind. Lediglich 5% zeigten sich enttäuscht und gaben an, die Effekte seien kleiner als erhofft.

Der Weg zu dieser Effektivität ist aber oft mit großem Aufwand verbunden. So nannten die deutschen Befragten die Implementierung der Software-Roboter als größte Herausforderung beim Einsatz dieser Technologie. Mehr als die Hälfte (53%) gaben an, die Bots seien schwerer zu implementieren als sie eigentlich dachten.

Nur den allerwenigsten Unternehmen gelingt es, den Großteil ihrer Roboter in der geplanten Zeit produktiv zu setzen; im Durchschnitt gehen 18 Monate ins Land, bis es schließlich soweit ist.

Pflege der Software-Roboter: Mehr Arbeit als angenommen

Als zweitgrößte Herausforderung nannten die Entscheider aus Deutschland die Pflege der Software-Roboter. Auch sie bereitet den Unternehmen oft mehr Arbeit als ursprünglich angenommen. So sagten immerhin 32% der Befragten, dass die laufende Verwaltung mehr Zeit und Ressourcen in Anspruch nimmt als erwartet.

Weitere 32% von ihnen gaben zudem an, den Eindruck zu haben, dass mit den Bots mehr Komplexität in die Unternehmens-IT kommt. 23% äußerten die Ansicht, dass mit ihnen größere Schatten-IT-Probleme verbunden sind als gedacht.

Zudem deutet einiges darauf hin, dass die Lebenserwartung der Software-Roboter nicht allzu hoch ist. Unvermeidliche Veränderungen an der zugrundeliegenden Architektur werden im Laufe der Zeit wahrscheinlich zu immer mehr Ausfällen führen.

 

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