2. August 2019, 11:43
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„Schlechte Industriestimmung droht auf Dienstleistungsbereiche überzuschwappen“

Im Lichte global nachlassender Nachfragetrends und vermehrter Unsicherheit in verarbeitenden Industrien haben die wichtigsten Zentralbanken zuletzt auf moderatere Konjunkturtrends verwiesen. Ein Kommentar von Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers. 

Merck-Finck-Privatbankiers Robert-Greil Chefstratege-3-Kopie in „Schlechte Industriestimmung droht auf Dienstleistungsbereiche überzuschwappen“

Robert Greil, Merck Finck

„Bisher waren vor allem Industriebereiche betroffen. Innerhalb der Ifo-Umfrage sind aber erstmals seit 2009 auch die Erwartungen des deutschen Dienstleistungssektors wieder leicht pessimistisch. Damit deutet sich die Gefahr eines Übergreifens auf diesen Bereich an“, sagt Robert Greil.

Gefahr, dass der Pessimismus zunehmend auf die Dienstleistungsbranche überschwappt

Der Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers sieht „auch angesichts Trumps neuer China-Zölle eine zunehmende Gefahr, dass der Pessimismus in der Industrie zunehmend auf Dienstleistungsbereiche überschwappt – insbesondere wenn sich entscheidende Unsicherheitsfaktoren wie die Handelskonflikte noch wesentlich länger hinziehen“.

Nach dem leicht enttäuschenden Bericht des Institute for Supply Management (ISM) für die US-Industrie wird bereits am Montag der entsprechende Bericht für die nichtproduzierenden Bereiche konkrete Anhaltspunkte für Amerika liefern.

Ebenfalls am Montag kommt mit den finalen Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungsbereich im Juli ein weiterer Indikator für die Eurozone inklusive Deutschlands sowie für die USA.

Weltweite Bewegung der Wirtschaft

Für Deutschland liegt das Augenmerk außerdem auf den Juni-Auftragseingängen am Dienstag, tags darauf auf der Industrieproduktion sowie am Freitag auf der Handelsbilanz ebenfalls für Juni.

In Großbritannien steht am Montag mit der Stimmung der Dienstleistungs-Einkaufsmanager im Juli ebenfalls ein wichtiges Barometer für die Frage oben an, bevor dort am Freitag die Industrieproduktion im Juni sowie das britische Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal publiziert werden.

Letzteres wird in Japan ebenfalls am Freitag bekannt gegeben. Und in China steht am Montag ebenfalls ein wichtiger Einkaufsmanager-Index für die Dienstleister an, bevor am Mittwoch noch die Handelsbilanz für Juli und am Freitag Inflations- und Produzentenpreisdaten für diesen Monat folgen.

 

Foto: Merck Finck

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