15. August 2019, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Trump: Nörgeln auf höchstem Niveau

In der letzten Woche hat sich US-Präsident Donald Trump via Twitter einmal mehr darüber beschwert, dass die US-Notenbank die US-Wirtschaft beschädigt hat, indem sie die Zinsen zunächst erhöht und dann nicht schnell und auch nicht weit genug gesenkt hat. Dabei hat Trump eigentlich keinen Grund sich über mangelnde Unterstützung zu beschweren. 

Trump in Trump: Nörgeln auf höchstem Niveau

Schaut man sich die Entwicklung der Leitzinsen in den USA an, hätte die Unterstützung der Fed für das von Trump bei seiner Wahl versprochene Wirtschaftswachstum kaum größer sein können.

Schließlich konnte kein Präsident seit Jimmy Carter von so niedrigen Zinsen profitieren wie Trump, fand die New York Times heraus.

Viel fiskalischer Support

Und auch der Kongress hat Trump keineswegs im Regen stehen lassen. Im Gegenteil. In den letzten 25 Jahren konnte sich kein anderer US-Präsident über so viel Unterstützung für seinen fiskalpolitischen Kurs freuen.

Und das seit 2017, als er eine umfassende Steuersenkung in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar genehmigt bekam und auf der anderen Seite die Staatsausgaben enorm gesteigert wurden.

Lediglich George W. Bush schaffte es während seiner beiden Amtszeiten, mehrere Steuersenkungsrunden zu realisieren und darüber hinaus auch noch Kriege in Irak und Afghanistan zu finanzieren.

Ungewisser Handelskonflikt mit China

Die bisherigen Maßnahmen waren ausreichend, um die US-Wirtschaft vor nachhaltigen Schäden durch den Handelskrieg mit China abzupuffern. Ob dies aber auch bei einer Eskalation der Situation so sein wird, bleibt abzuwarten.

Die US-Wirtschaft könnte nachhaltigen Schaden nehmen, warnen Experten, sollte Trump weitere Waren im Umfang von 300 Milliarden US-Dollar im September tatsächlich mit neuen Zöllen belegen.

Fed ist handlungsfähig – noch

Trump sollte sich vielmehr glücklich schätzen, dass die Fed noch Munition hat, wenngleich ihre Möglichkeiten limitierter sind als bei Ausbruch der Finanzkrise 2007/2008, als die Leitzinsen noch bei fünf Prozent lagen.

Immerhin, zumindest acht weitere Zinssenkungen im Umfang von jeweils 0,25 Prozentpunkten wären möglich. Die Märkte erwarten bis Ende dieses Jahres noch mindestens zwei weitere.

Harter Brexit und dann?

Die werden vermutlich auch dringend gebraucht. Schließlich lauern neben dem Konflikt mit China noch weitere Unwägbarkeiten durch eine zunehmend wahrscheinlichere Schrumpfung der Industrieproduktion in den USA und durch die noch gar nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen, wenn es zu einem harten Brexit kommt. (fm)

 

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Ausreißer oder Serienschaden? Elementarschäden werden Normalität

In der öffentlichen Wahrnehmung werden die mittlerweile üblichen Herbst-Stürme kaum noch beachtet. Kein Wunder, denn die Gefahr „Sturm“ ist als „Klassiker“ in aller Regel ohne Selbstbeteiligung im Hausrat- oder Wohngebäudetarif mitversichert. Ein Beitrag von Michael Neuhalfen, Leiter Vertrieb ALTE LEIPZIGER

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

ifo Institut: Ein Fünftel der deutschen Firmen hält sich für gefährdet

Ein gutes Fünftel der deutschen Unternehmen sieht sein Überleben durch die Coronakrise gefährdet. Das ergibt sich aus der neuesten Umfrage des ifo Instituts. 21 Prozent der Firmen antworteten im Juni, die Beeinträchtigungen durch Corona seien existenzbedrohend. „In den kommenden Monaten könnte sich eine Insolvenzwelle anbahnen“, sagt ifo-Forscher Stefan Sauer. Welche Branche sich als besonders gefährdet einschätzt.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...