Rekordminus: Deutsche Sparer verlieren in einem Monat fast neun Milliarden Euro

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Der reale Zinsverlust (Zinserträge abzgl. Inflation) deutscher Sparer erreichte im September 2021 ein neues Rekordminus von 8,8 Milliarden Euro.

Damit liegt das Zinsminus alleine im 3. Quartal des laufenden Jahres bei etwa 22,8 Milliarden Euro und im bisherigen Jahr bei 47,5 Milliarden Euro. „Hochgerechnet bis zum Jahresende erwarten wir derzeit einen realen Zinsverlust bei Spareinlagen von mehr als 63 Milliarden Euro“, erklärt Daniel Franke, Finanzexperte von Tagesgeldvergleich.net. Der nominale Zinsertrag im September 2021 lag in Deutschland bei gerade einmal 83,35 Millionen Euro. 

Das Finanzportal berechnet monatlich die Entwicklung der Sparzinsen beziehungsweise Spareinlagen für 19 Staaten der Eurozone auf Basis aktueller EZB-Daten. Alle Zahlen des Zinsradars finden sich unter https://www.tagesgeldvergleich.net/zinsradar/

Eurozone ebenfalls mit Rekordminus

Werden die 19 Staaten insgesamt betrachtet, liegt der monatliche reale Zinsverlust im September bei rund 23,37 Milliarden Euro und das Minus im 3. Quartal 2021 bei 58,56 Milliarden Euro. Für 2021 prognostizieren die Zinsspezialisten ein Minus von über 150 Milliarden Euro.

Grund für die tiefroten Zahlen sind anhaltend niedrige Sparzinsen in allen betrachteten Ländern sowie die steigende Inflationsrate in vielen Staaten. 

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