Wirecard-Ausschuss setzt Sonderermittler für EY-Akten ein

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EY steht in der Kritik, weil die Wirtschaftsprüfer die Wirecard-Bilanzen jahrelang uneingeschränkt testierten und den mutmaßlichen Betrug offenkundig nicht bemerkten.

Der Untersuchungsausschuss zum Milliarden-Bilanzskandal bei Wirecard beruft einen Sonderermittler, um Akten der Wirtschaftsprüfer EY auszuwerten. Die Obleute des Ausschusses verständigten sich am Mittwoch auf Martin Wambach, wie die Deutschen Presse-Agentur erfuhr.

Wambach ist selbst Wirtschaftsprüfer und geschäftsführender Partner einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit weltweit gut 5000 Mitarbeitern. Er ist zudem im Vorstand des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland.

Der Sonderermittler soll den Bundestagsabgeordneten helfen, die von EY zur Verfügung gestellten Akten zu sichten und zu bewerten. Diese Akten seien schwer zu überblicken, hatten Abgeordnete zuvor kritisiert. Es geht um mehrere zehntausend Dokumente aus den Jahren 2014 bis 2020, in denen EY das damals aufstrebende Fintech Wirecard geprüft hatte.

EY steht in der Kritik, weil die Wirtschaftsprüfer die Wirecard-Bilanzen jahrelang uneingeschränkt testierten und den mutmaßlichen Betrug offenkundig nicht bemerkten. (dpa-AFX)

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