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12. August 2014, 10:32
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Venture Capital: Europa muss die Weichen jetzt stellen

Venture-Capital-Investments kommen in Deutschland nur langsam in Gang. Dennoch ist mittlerweile ein Mentalitätenwandel unter den Investoren zu beobachten, obwohl es nach wie vor viele bürokratische Hürden für Investitionen in europäische Startups gibt.

Gastbeitrag von Paul Jozefak, Liquid Labs

Startup

Im deutschen Venture-Capital-Markt hakt es gewaltig: Experten kritisieren, dass der Mangel an Exit-Optionen und die Tatsache, dass kaum ein deutsches Technologieunternehmen börsennotiert ist, dazu führen, dass Investitionen in mehrstelliger Millionenhöhe die Ausnahme bleiben.

Die Deutschen sind risikoscheu. Das zeigt sich nicht nur dadurch, dass wir Weltmeister beim Abschluss privater Versicherungen sind oder gerade von einer großen Koalition regiert werden – nein, auch der deutsche Venture-Capital-Markt ist hierdurch gekennzeichnet.

Im Vergleich zu unseren britischen Nachbarn oder den USA kommt hierzulande das Thema Venture Capital (VC) nur langsam ins Rollen. Seit 15 oder sogar 20 Jahren erleben wir praktisch einen Start auf Raten. Während britische Investoren schon fleißig auf die ganz großen Deals setzen, ist man hierzulande noch immer verhalten.

Die Weltmeister in Absicherung werden risikofreudiger

Doch es gibt erste Zeichen dafür, dass deutsche Investments aufholen oder sogar zur englischen Konkurrenz aufschließen könnten: So sind beispielsweise die Frühphasen-Investments in der ersten Hälfte des Jahres 2013 um satte 28 Prozent gestiegen, in der Summe macht das 354 Millionen Euro mehr, die investiert wurden.

Diese Wende begann schon 2012 und im deutschen VC-Markt ist spürbar, dass langsam aber sicher ein Umdenken einsetzt. Der Appetit auf große Deals und auch auf damit verbundene Risiken steigt. Natürlich wird der ein oder andere jetzt auf den Herdentrieb und den Hype verweisen, vor denen auch Investoren nicht gefeit sind, aber dennoch: Neben einem Mentalitätswandel bedeutet dies auch, dass vor allem neues, frisches Kapital in den Markt kommt.

Es hakt im deutschen VC-Markt

Lokale Fonds werden aufgesetzt und erstmals fließen auch größere Mengen an US-Kapital in die EU-Staaten und damit auch in einige deutsche Unternehmen. Die ersten Schritte sind getan, jetzt müssen die Weichen für die weitere Entwicklung gestellt werden.

Seite zwei: Hindernisse für Nicht-EU-Investoren

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