Anzeige
30. März 2015, 11:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vertrieb geschlossener AIF: Nur Augenhöhe reicht nicht

Der Vertrieb geschlossener Publikums-AIF läuft noch nicht rund. Vielleicht liegt das auch an dem Selbstverständnis der Branche.

Der Löwer-Kommentar

Stefan-loewer2 in Vertrieb geschlossener AIF: Nur Augenhöhe reicht nicht

“Wenn die Gleichmacherei so weit geht, dass die Produkte austauschbar sind, dann werden sie vielleicht auch genau das: Ausgetauscht”.

Wo immer Vertreter geschlossener alternativer Investmentfonds (AIF) derzeit auftreten, stellen sie eines in den Vordergrund: Die Branche agiere nun „auf Augenhöhe“ mit anderen Finanzprodukten des „weißen“ Kapitalmarkts.

Dennoch beklagen nicht wenige, dass der Vertrieb in vielen Fällen noch nicht so recht laufe. Das war auf dem Fondsrating-Tag des Veranstalters Ratingwissen in der vergangenen Woche nicht anders. Wo aber hakt es?

Ohne Zweifel hat die Branche durch die Regulierung eine Aufwertung erfahren, und die Initiatoren – insbesondere aus dem Lager der privaten, inhabergeführten Häuser – können zu recht stolz auf ihre Zulassung als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) sein.

Alleinstellungsmerkmal notwendig

Doch das interessiert die Anleger nicht. Für sie ist nur entscheidend, warum sie ihr Geld ausgerechnet in diese Kapitalanlage investieren und dabei eine Laufzeit von meistens mindestens zehn Jahren in Kauf nehmen sollen. Nur die (regulatorische) Augenhöhe mit anderen, zumal etablierten Finanzprodukten reicht da nicht aus.

Jedes erfolgreiche Produkt braucht mindestens ein Alleinstellungsmerkmal, neudeutsch USP (Unique Selling Proposition). Was für Waschmittel, Toaster oder Autos gilt, ist bei Kapitalanlagen nicht anders.

Seite zwei: Trend zur Standardisierung

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. Gut gebrüllt, Herr Löwer. Anstatt das beste aus der alten Welt – nämlich die Transapranze und die Greifbarkeit – in die neue Welt hinüber zu nehmen, scheinen viele Initiatoren ihre Vergangenheit abstreifen zu wollen wie der schlüpfende Schmetterling sein Raupendasein. Allerdings wird dabei übersehen, dass früher nicht alles schlecht war. Wenn aber eine Branche, die jahrelang auf die mögliche maximale Transparenz ihrer Kapitalanlagen verwiesen hat, nun versucht, durch intransparente Prospekte Glaubwürdigkeit zu gewinnen, so kann dieser Versuch nur mit Verwunderung zur Kenntnis genommen werden. Mehr Mut zu den eigenen traditionellen Stärken ist der Branche zu wünschen und weniger die Sehnsucht nach anonymen offenen Produkten, die von anderen Anbietern schon massenhaft angeboten werden!

    Kommentar von Tellerwaescher — 10. April 2015 @ 20:54

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...