Warum Immobilien in Mittelzentren immer attraktiver werden

Foto: Real Estate & Asset Beteiligungs GmbH (REA)
Ulrich Jehle, REA

Die Coronakrise ist bislang nahezu spurlos am Immobilienmarkt vorübergegangen. Leichte Anzeichen von Schwäche gibt es lediglich in einigen Großstädten. Das Forschungs- und Beratungsunternehmen F+B sieht ab Mitte April sinkende Preise bei Eigentumswohnungen in den sieben größten deutschen Städten. Aus unserer Sicht ist das die Kehrseite, der in den vergangenen Jahren vor allem in A-Lagen stark gestiegenen Preise. Ein Kommentar von Ulrich Jehle, Geschäftsführer der Real Estate & Asset Beteiligungs GmbH (REA).

Die Coronakrise ist bislang nahezu spurlos am Immobilienmarkt vorübergegangen. Leichte Anzeichen von Schwäche gibt es lediglich in einigen Großstädten. Das Forschungs- und Beratungsunternehmen F+B sieht ab Mitte April sinkende Preise bei Eigentumswohnungen in den sieben größten deutschen Städten. Aus unserer Sicht ist das die Kehrseite, der in den vergangenen Jahren vor allem in A-Lagen stark gestiegenen Preise. Ein Kommentar von Ulrich Jehle, Geschäftsführer der Real Estate & Asset Beteiligungs GmbH (REA).

Ulrich JehleIm Zuge der Krise werden Übertreibungen abgebaut und Käufer, die in Metropolen wie München oder Stuttgart noch vor einem Jahr zähneknirschend Rekordpreise gezahlt haben, warten heute lieber ab. Anders ist die Situation in B- oder C-Lagen. Hier besteht für Selbstnutzer und Investoren noch immer Potenzial.

Gerade weil die Lage auch weiterhin das wichtigste Argument für Immobilien-Investoren ist, sind Mittenzentren und auch Vorstädte selbst in der Krise attraktiv. Viele kleinere Städte zeichnen sich durch eine intakte Infrastruktur und ein reiches Arbeitsplatzangebot aus. Städte wie Straubing, Hof oder Wertheim sind zwar nicht mit den Metropolen zu vergleichen, doch finden Mieter hier Lebensqualität und bezahlbaren Wohnraum. Auch die Infrastruktur in diesen Mittelzentren bietet neben einer guten medizinischen Versorgung auch Angebote rund um Shopping und Kultur. Auch wenn das von Investoren manchmal vergessen wird, sind Mittelzentren nicht selten Anlaufpunkte für zahlreiche Menschen aus den umliegenden Landkreisen. Dies sorgt für eine stabile Preisentwicklung und eine beständige Nachfrage nach Wohnraum.

Hinzu kommt, dass ländliche Regionen immer beliebter werden. Experten rufen bereits das Ende der Reurbanisierung aus. Immer weiter steigende Mieten, Verkehrslärm und das begrenzte Platzangebot locken immer mehr Menschen aufs Land. Wer dennoch die Vorzüge der Stadt nicht missen möchte, kurze Wege und ein kulturelles Angebot schätzt, landet schnell bei Mittelzentren, die für viele Menschen das Beste aus beiden Welten bieten. Auch Investoren sollten sich stärker mit Immobilien in B- und C-Lagen auseinander setzen. Eine fundierte Standortanalyse vorausgesetzt, lockt hier die Chance auf eine stete Preisentwicklung und geringe Leerstandquoten.

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