ForestFinance bringt Anlage in Produktion von Biokohlenstoff

Karbonisierungsanlage

Die zur ForestFinance Gruppe gehörende ClimateCarbon Eberswalde GmbH & Co. KG bietet das erste Investment-Projekt der Gruppe in Deutschland. Investoren können sich als Kommanditisten an einer "Karbonisierungsanlage" beteiligen, mit der Biokohlenstoff aus heimischen Resthölzern produziert wird.

Mit der Beteiligung finanzieren Investoren den Erwerb, die Errichtung und den Betrieb einer „Karbonisierungsanlage“ in Deutschland, teilt ForestFinance mit. Sie soll aus Biomasse Biokohlenstoff und grundlastfähige (24/7) Erneuerbare Energie erzeugen, bei einer Produktionskapazität von rund 4.800 Tonnen Biokohlenstoff pro Jahr. Eine Tonne des Biokohlenstoffs speichere zudem das Äquivalent von bis zu 3,3 Tonnen CO2. Der Biokohlenstoff bindet demnach nicht nur langfristig CO2, sondern kann auch zu ökologischen Kunst- und Baustoffen sowie zu Bodenhilfsstoffen („Terra Preta“) und Futterkohle verarbeitet werden.

Der geplante Standort befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Walzwerks in Eberswalde, circa 50 Kilometer nordöstlich von Berlin und im Herzen eines der größten Hartholzgebiete Deutschlands. Die Rohstoffe aus der Region für die Karbonisierungsanlage sind entsprechend Resthölzer aus der Industrie sowie Reststoffe aus der Land- und Forstwirtschaft. Die Biomasse bezieht das Unternehmen von einem Sägewerk, das rund 50 Kilometer von der Karbonisierungsanlage entfernt ist. Das Holzaufkommen sei durch Klimawandel und Waldschäden dramatisch angestiegen (also Käferholz und bei Stürmen umgeknickte Bäume). Forstexperten rechnen den Angaben zufolge damit, dass in den kommenden Jahren weiterhin viel Biomasse in der Region anfällt. 

Klassische KG-Beteiligung

Mit der technischen Umsetzung der Karbonisierungsanlage wurde die Carbonauten GmbH beauftragt. Dahinter stehen Torsten Becker und Christoph Hiemer. Carbonauten habe ein System für Industrie, Unternehmen und Kommunen entwickelt, das sofort wirksam deren CO2-Emissionen und Kosten senkt. Das 2017 gegründete Unternehmen hat demzufolge das Ziel, weltweit Biokohlenstoffe in großen Mengen, hohen Qualitäten und zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren.

Investoren beteiligen sich an der ClimateCarbon Eberswalde GmbH & Co. KG, die Biokohlenstoff und Erneuerbare Energie erzeugt. Die Kommandisten sind am Ergebnis des Unternehmens beteiligt. Es handelt sich also um eine klassische KG-Beteiligung an einem aktiven Unternehmen mit einem Prospekt nach Vermögensanlagengesetz. Die Inbetriebnahme der Karbonisierungsanlage ist für das vierte Quartal 2021 geplant. Erlöse erzielt die Gesellschaft durch den Verkauf von Biokohlenstoff sowie Erneuerbarer Energie.

Für die Biokohlenstoffe existieren laut der Mitteilung bereits Abnahmeverträge. Ab dem zweiten Geschäftsjahr sind Ausschüttungen geplant. Über den Planungszeitraum 2021 bis 2027 sind Ausschüttungen in Höhe von 129 Prozent der Kommanditeinlage prognostiziert. Das Beteiligungsangebot basiert den Angaben zufolge auf einer Prognose von 7,25 Prozent IRR pro Jahr. Die Beteiligung hat eine Laufzeit bis mindestens 2027. Die Mindesteinlage beträgt 2.000 Euro oder ein Vielfaches.

Foto: ForestFinance

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