KAGB: Noch immer Stau

Der Fondsmarkt nimmt nur langsam Fahrt auf, seitdem das KAGB in Kraft getreten ist. Die ersten Produkte nach neuem Recht werden aber positiv von Anlegern und Vermittlern aufgenommen, sagen die Initiatoren.

Patrick Brinker, HTB: „Wir sollten deutlich auf die Veränderungen hinweisen und die
Kommunikation zum Thema KAGB verstärken.“

Diese Zahlen stimmen an sich zuversichtlich: Bis Ende 2014 sollen mindestens 33 neue, nach den Regeln des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) aufgelegte geschlossene Alternative Investment Fonds (AIF) auf den Markt kommen, darunter 24 Publikums-AIF für Privatanleger.

Dies verkündete im Juli der Sachwerteverband BSI, nachdem er seine 30 Vollmitglieder befragt hatte. 16 Unternehmen antworteten. „Wichtig ist nun, dass es im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Vertriebsanzeigeverfahren nicht noch zu Verzögerungen kommt“, forderte BSI-Hauptgeschäftsführer Eric Romba.

Doch genau das ist offenbar der Fall, denn zur Zeit befinden sich lediglich elf KAGB-konforme Publikumsfonds im Vertrieb. Die übrigen Fonds lassen weiter auf sich warten.

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Erhebliche Zeitverzögerungen

Mehrere Initiatoren haben in den vergangenen Monaten die Erfahrung gemacht, dass der Genehmigungsprozess bei der Finanzaufsicht BaFin viel Zeit in Anspruch nimmt.

„Die Umsetzung des KAGB in die bisher unerprobte Praxis hat leider zu erheblichen Zeitverzögerungen im Zulassungsprozess geführt“, berichtet Axel Stiehler, Geschäftsführer bei Aquila Capital.

Für die Zukunft rechnet er jedoch mit deutlich schnelleren Produktfreigaben seitens der BaFin. Mit dem Aquila Windpower Invest II hat das Unternehmen im Juli seinen ersten Publikums-AIF nach neuem Recht gestartet.

Seite zwei: Aquila Capital gehört zu den Vorreitern

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