Crowdfunding – der neue „graue Kapitalmarkt“?

Dr. Dirk Baldeweg, Geschäftsführer des auf Container spezialisierten Initiators Buss Capital, geht allerdings davon aus, dass viele dieser Produkte infolge der Regulierung vom Markt verschwinden werden.

„Es ist natürlich aufwendiger, einen Prospekt zu erstellen, insbesondere für Häuser, die damit noch keine Berührungspunkte hatten“, sagt er. Mehr Transparenz führe in der Regel dazu, dass „schwarze Schafe“ vom Markt verschwinden – unabhängig von der Assetklasse, in die sie investieren.

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Crowdfunding: Keine bürokratische Hürden

Ob sich die schwarzen Schafe aber völlig vom Kapitalanlagemarkt zurückziehen werden, ist fraglich. Wreth rechnet eher damit, dass sich die meisten exotischen Investments andere Finanzierungswege suchen werden: „Im Crowdfunding wurden schon ‚alte Bekannte‘ aus dem grauen Kapitalmarkt gesichtet, die jetzt dort unerfahrene Anleger suchen.“

Der Hintergrund: Soziale Initiativen, gemeinnützige Projekte oder Crowdinvestings sollen nach dem Willen des Gesetzgebers auch in Zukunft ohne bürokratische Hürden finanziert werden können. Deshalb sind Ausnahmen von den strengen Vorgaben des Anlegerschutzes vorgesehen.

Bei einer Crowdinvesting-Kampagne ist ein Prospekt erst ab einem Emissionsvolumen von 2,5 Millionen Euro erforderlich. Außerdem kann jeder Anleger seine Beteiligung innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Ob sich der Bereich Crowdfunding tatsächlich zum neuen „grauen Kapitalmarkt“ entwickeln wird, bleibt abzuwarten. (kb)

Foto: Shutterstock

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