Schiffsbeteiligungen: Neue Vorbilder dringend gesucht

Einzelne Initiatoren wollen sich mit neuen Beteiligungsangeboten an den Markt wagen. Die Branche hofft, dass sie sich erfolgreich platzieren lassen.

Trotz Positiv-Beispielen bezweifeln viele Experten, dass geschlossene Investmentvehikel bei der Schiffsfinanzierung künftig noch eine bedeutende Rolle spielen werden.

Containerschiffe üben eine große Faszination auf viele Menschen aus. Nicht aber auf Kapitalanleger.

Schiffsfonds sind als Beteiligungsmöglichkeit aus dem Blick der Investoren gefahren, nachdem in den vergangenen Jahren viele Projekte gescheitert sind.

Mehrere Sanierungsrunden absolviert

Nach den Beobachtungen von Lars Heymann, Partner bei der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft PKF Fasselt Schlage, dürfte zwischenzeitlich ein Drittel der im Jahr 2009 operierenden Fondsschiffe Insolvenz beantragt haben – bei einigen Emissionshäusern auch deutlich mehr.

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Auch bei den noch operierenden Schiffen seien vielfach mehrere Sanierungsrunden absolviert, die Aussichten der Anleger auf eine erfolgreiche Investition seien auf Hoffnungswerte in die Zukunft verschoben.

Conti und Oltmann mit neuen Fonds

Zwei Anbieter wollen sich von der Skepsis vieler Investoren dennoch nicht abschrecken lassen und haben Ende vergangenen Jahres neue Beteiligungsangebote für 2015 angekündigt: Conti und Oltmann.

Bei dem von Oltmann geplanten Publikums-AIF handelt es sich um einen reinen Eigenkapitalfonds ohne Bankenfinanzierung, der von den aktuellen Krisenpreisen beim Ankauf von Handelsschiffen profitieren soll. Bei anziehenden Märkten sollen die Schiffe wieder gewinnbringend verkauft werden.

„Aus diesem Grund planen wir mit einer kurzen Laufzeit von sechs Jahren“, erläutert André Tonn, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Der Verkaufsprospekt soll noch in diesem Sommer bei der Finanzaufsicht BaFin eingereicht werden. Conti machte noch keine näheren Angaben zum neuen Projekt.

Seite zwei: „Volkswirtschaftliche Bedeutung“

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