2. Juli 2015, 09:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Produktknappheit am Primärmarkt lässt Zweitmarkt florieren

Der Handel mit Secondhand-Anteilen floriert, viele Anleger weichen angesichts der Produktknappheit am Erstmarkt auf den Zweitmarkt aus. Nach der Übernahme der DZAG durch die Fondsbörse Deutschland sehen beide Handelsplattformen hervorragende Zukunftsperspektiven.

Zweitmarkt

Jan-Peter Schmidt, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG: “Wer einmal am Zweitmarkt aktiv war, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder”.

Der Zweitmarkt hat sich neu sortiert: Im vergangenen Oktober gaben die beiden Handelsplattformen Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und Deutsche Zweitmarkt AG (DZAG) bekannt, dass die Fondsbörse 100 Prozent der Anteile an der DZAG von Salomon Invest und der Atalanta Beteiligungsgesellschaft übernimmt.

Überraschender Schritt

Der Schritt kam durchaus überraschend, kaum jemand in der Branche hatte zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet. Ein funktionierender Zweitmarkt sei Voraussetzung für die Rückgewinnung des Vertrauens in unternehmerische Beteiligungen insgesamt, erklärten die Vorstände Alex Gadeberg (Fondsbörse) und Jan-Peter Schmidt (DZAG) unisono. Deshalb sei die Idee gereift, den fragmentierten Zweitmarkt zu konzentrieren.

“Es geht uns darum, den Markt als Ganzes zu stärken, um damit unsere eigene Geschäftsgrundlage langfristig zu sichern”, sagte Schmidt. Die beiden Maklerunternehmen versprechen sich von der Übernahme neben Kostenvorteilen vor allem eine Bündelung von Liquidität und damit eine erhöhte Abschlusswahrscheinlichkeit für die Marktteilnehmer. Operativ agieren sie weiter unabhängig voneinander.

Stabile Rahmenbedingungen

Für stabile Rahmenbedingungen sorgte die Umsatzentwicklung am Zweitmarkt: 2014 konnten die Fondsbörse Deutschland und die DZAG einen gemeinsamen Handelsumsatz von 212 Millionen Euro erzielen.

Das größte Fondssegment machen Immobilienfonds mit einem Anteil von 65 Prozent am Handelsvolumen aus, zweitgrößtes Segment waren mit 20 Prozent erstmals die sonstigen Fonds vor Schiffsbeteiligungen mit 15 Prozent.

Besonders in Anbetracht der Produktknappheit am Primärmarkt weichen derzeit viele Investoren auf den Zweitmarkt aus. Laut einer Umfrage der DZAG aus dem vergangenen Jahr betrachten drei von vier Anlegern, die sich für Sachwertanlagen interessierten, den Zweitmarkt als spannende Alternative zum Erstmarkt.

Seite zwei: Hohe Kundenbindung

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Münchener Verein unterzeichnet als erster Versicherer Deutsche Klimavereinbarung

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe hat am 2. September die Deutsche Klimavereinbarung des deutschen Finanzsektors unterschrieben. Der Münchener Gesellschaft ist der erste deutsche Versicherer, der der Klima-Selbstverpflichtung beitritt. Die anderen bisherigen 18 Unterzeichner sind überwiegend Akteure aus dem Bankensektor.

mehr ...

Immobilien

Grüne: Läden sollen wegen Corona Mieten neu aushandeln dürfen

Kleine Geschäfte und Selbstständige sollen bei schweren Einschränkungen in der Coronakrise nach Ansicht der Grünen ihre Mieten neu aushandeln dürfen.

mehr ...

Investmentfonds

Ölpreis ist Gradmesser der Corona-Pandemie

Öl gilt immer noch als Schmierstoff der Wirtschaft. Doch in diesem Jahr läuft nichts wie geschmiert. Als Energieträger und Grundstoff für die Industrie zeigt der Ölpreis den Grad der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung an. Und die Wirtschaftsaktivität ist mit der Corona-Pandemie deutlich gesunken. Ein Beitrag von Max Holzer, Leiter Relative Return und
Mitglied des Union Investment Committee

mehr ...

Berater

Project: Vertriebs-Chef wird Holding-Vize

Mit Wirkung zum 21. September 2020 ist Alexander Schlichting (45) vom Aufsichtsrat der Project Beteiligungen AG zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Holdinggesellschaft der Project Investment Gruppe ernannt worden. Der Holding-Vorstand wird damit von zwei auf drei Mitglieder erweitert.

mehr ...

Sachwertanlagen

Ökostrom-Anteil in diesem Jahr bisher bei rund 48 Prozent

Nahezu die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland wurde in den ersten neun Monaten des Jahres aus erneuerbaren Energien gedeckt. Der Ökostrom-Anteil soll weiter steigen.

mehr ...

Recht

Auszug: Neun Dinge, die Mieter beachten sollten  

Wer in nächster Zeit Lust auf Farbe in seiner Mietwohnung bekommt, sollte wissen, wie lange er sie noch bewohnt. Denn zunächst sind kräftige Farben kein Problem, beim Auszug aber endet laut Bundesgerichtshof das Recht des Mieters auf freie Farbwahl. Worauf Mieter und Vermieter bei Renovierungen am Ende der Mietzeit achten müssen, zeigt ein Überblick von Gerichtsurteilen, die die Arag zusammengestellt hat.

mehr ...