Bundesbank-Statistik: AIF-Absatz im August explodiert

Der Mittelzufluss der geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIF) hat sich im August gegenüber dem Vormonat mehr als verdoppelt. Der Absatz von Immobilienfonds ist dabei hingegen etwas zurückgegangen.

Gebäude der Bundesbank in Frankfurt
Gebäude der Bundesbank in Frankfurt

Das geht aus der heute veröffentlichten Statistik der Bundesbank hervor. Demnach betrug der Mittelzufluss der Branche, also im Wesentlichen die Einzahlungen aus der Neuplatzierung, im August insgesamt 617 Millionen Euro.

Das entspricht einer Steigerung um 115 Prozent gegenüber dem Vormonat und einer Verzehnfachung gegenüber dem Tiefpunkt im März 2016. Seitdem verzeichnet die monatliche Bundesbank-Statistik mit Ausnahme eines kleinen Knicks im Mai einen kontinuierlichen, kräftigen Zuwachs des Mittelzuflusses. Allerdings unterscheidet sie nicht zwischen Publikums- und Spezial-AIF.

Rückgang bei Immobilienfonds

Der Mittelzufluss der geschlossenen Immobilienfonds, die den größten Teil der Publikums-AIF ausmachen, ist im August mit 85 Millionen Euro gegenüber dem Vormonat hingegen um etwa sechs Prozent zurückgegangen. Er lag demnach aber trotz Sommerferien noch immer fast dreimal so hoch wie im März.

Der Anteil der Immobilienfonds am Gesamt-Mittelzufluss in den einzelnen Monaten ist höchst unterschiedlich. Er liegt zwischen 14 Prozent im August 2016 und 86 Prozent im November 2015 und wird vermutlich auch durch einzelne, großvolumige Spezial-AIF aus anderen Branchen beeinflusst.

Die Bundesbank-Statistik wird seit September 2015 geführt. Demnach wurde mit den August-Zahlen erstmals ein Zeitraum von zwölf Monaten erfasst. Insgesamt beläuft sich der Mittelzufluss der Branche in diesem Zeitraum auf 2,48 Milliarden Euro, davon 1,15 Milliarden Euro (46 Prozent) in Immobilienfonds. (sl)

Foto: Bundesbank

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