Patrizia: Der erste Quereinsteiger

Nun ist der geplante Einstieg von Patrizia in den AIF-Markt schon seit über einem Jahr bekannt. Doch es ist positiv, dass den Ankündigungen des Unternehmens jetzt auch Taten folgen. Das ist bei weitem nicht bei allen Vorhaben anderer Unternehmen der Fall, die nicht selten erst lautstark angekündigt und dann leise begraben werden.

So verfügt eine ganze Reihe von Unternehmen schon seit geraumer Zeit über eine Zulassung oder Registrierung als KVG, hat aber noch immer keinen AIF auf den Markt gebracht.

Dazu zählen nicht nur einige ehemalige Initiatoren geschlossener Fonds, sondern auch rund 20 weitere potenziellen Quereinsteiger aus anderen Bereichen der Immobilien- oder Investmentbranche, deren KVG-Zulassung neben anderen Geschäftsfeldern explizit auch geschlossene inländische Publikums-AIF umfasst.

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Nach und nach voran

Zugegeben: Von diesen Unternehmen hatte nur SEB Investment im Mai 2014 auch geschlossene Publikums-AIF öffentlich angekündigt (war aber im Jahr darauf von Savills geschluckt worden und hat wohl eine andere Richtung eingeschlagen). Die anderen potenziellen Quereinsteiger haben sich vielleicht nur vorsorglich eine entsprechende Zulassung bei der Bafin besorgt.

Etwas mehr Aktivität aus dieser Richtung war jedoch erwartet worden und vielleicht wird der Patrizia-Start den einen oder anderen der weiteren potenziellen Quereinsteiger dazu animieren, hierüber noch einmal nachzudenken oder entsprechende Planungen zu forcieren. Doch das wäre Spekulation.

Sicher ist hingegen: Mit Patrizia Grundinvest ist der Markt um einen ernst zu nehmenden Player reicher. Dessen Start kann auch als symptomatisch für die gesamte Branche gelten: Manches dauert durchaus etwas länger als ursprünglich erwartet. Aber nach und nach geht es dann doch voran.

Stefan Löwer ist Chefanalyst von G.U.B. Analyse und beobachtet den Markt der Sachwertanlagen als Cash.-Redakteur und G.U.B.-Analyst insgesamt schon seit 25 Jahren. G.U.B. Analyse gehört wie Cash. zu der Cash.Medien AG.

Foto: Anna Mutter

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