30. Januar 2017, 11:45
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AIF-Vertrieb: Da ist noch Luft nach oben

Die jüngste Umfrage des Sachwerteverbands BSI belegt allenfalls verhaltenen Optimismus in der Branche der alternativen Investmentfonds (AIF). Doch es geht auch anders. Der Löwer-Kommentar

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„Die Vertriebsflaute ist keineswegs ein branchenweites Phänomen. Einzelne Häuser sind durchaus sehr erfolgreich.“

„Anbieter von Sachwertfonds starten mit positivem Ausblick in 2017“: So überschrieb der BSI in der vergangenen Woche seine Pressemitteilung über die Ergebnisse einer Umfrage unter den am Markt tätigen Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) zu den Erwartungen und Aussichten für das Jahr 2017.

Über 60 Prozent der Anbieter schätzen das Marktpotenzial geschlossener Publikums-AIF demnach als gut bis sehr gut ein, so der BSI. Das klingt positiv, bedeutet allerdings auch: Bis zu 40 Prozent tun das nicht – ein ziemlich hoher Anteil. Echter Optimismus für das eigene Produkt jedenfalls sieht anders aus.

Gleiches gilt für die Zahl der geplanten neuen Fonds: Insgesamt sind 31 neue Publikums-AIF mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro geplant, so das Ergebnis der Umfrage. Im Vorjahr lag die Zahl der Neuprodukte laut BSI bei 24. Dass Cash. in 2016 inklusive eines zurückgezogenen Fonds (Deutsche Bank) drei neue Publikums-AIF mehr gezählt hat, spielt dabei keine große Rolle.

Weniger neue Fonds als 2015

Vielmehr belegt die Zahl der geplanten Emissionen trotz der Steigerung: Wenn die Umfrage wirklich den wesentlichen Teil der KVG-Planungen abdeckt, wird die Branche auch 2017 nicht wesentlich vorankommen.

Selbst wenn alle Planungen realisiert werden, was erfahrungsgemäß nicht der Fall sein wird, läge die Zahl der Neuemissionen 2017 damit noch unter dem Jahr 2015, in dem Cash. insgesamt 33 neue Publikums-AIF registriert hatte. Außerdem: Sowohl 2015 als auch – erst recht – 2016 wurden allgemein als äußerst enttäuschend für die Branche angesehen.

Nun ist es sicherlich die Aufgabe eines Verbands, seine Branche in ein möglichst gutes Licht zu rücken und positiv darzustellen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ergebnisse der Umfrage allenfalls verhaltenen Optimismus belegen. Woran liegt das?

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