Magellan-Pleite: Buss will die Container kaufen

Im Insolvenzverfahren um den Conaineranbieter Magellan Maritime Services zeichnet sich ein schnelles Ende ab, sofern die Anleger zustimmen. Sie verlieren dabei allerdings einen nicht unbeträchtlichen Teil ihres Geldes.

Der Einzelverkauf der Magellan-Contaier
350 Millionen Euro haben die Anleger ursprünglich in den Kauf der Magellan-Container investiert.

Der Insolvenzverwalter von Magellan Maritime Services hat die Verhandlungen über den Verkauf des Magellan-Containerportfolios erfolgreich abgeschlossen. Das teilte die Hamburger Kanzlei Reimer Rechtsanwälte von Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt heute mit.

Sofern die „deutliche Mehrzahl“ der Anleger dem Verkauf zustimmt, zahlt die Buss Global-Gruppe aus Singapur einen Kaufpreis von 160 Millionen Euro – zuzüglich einer möglichen Erfolgsbeteiligung von 15 Millionen US-Dollar. Die schriftliche Abstimmung läuft mindestens bis zum 30. Juni. „Die ersten 100 Millionen Euro könnte ich bis Jahresende ausschütten“, sagt Borchardt. Magellan hatte im Juni 2016 Insolvenz angemeldet.

Anleger-Investitionsvolumen halbiert

Der Verkaufspreis plus Erfolgsbeteiligung entspreche in etwa der Hälfte des Gesamtinvestitionsvolumens der Magellan-Anleger von insgesamt rund 350 Millionen Euro. Inwieweit dem Verlust bereits vereinnahmte laufende Mieteinnahmen gegenüber stehen, ist der Mitteilung nicht zu entnehmen.

Bei den Verhandlungen mit sechs potenziellen Käufern habe der Insolvenzverwalter von weltweit zuletzt deutlich gestiegenen Preisen für Container sowie höheren Container-Leasingraten profitiert. „Dies hat unsere Verhandlungsposition sehr verbessert“ sagt Borchardt. „Jetzt aber auf ein weiteres Anziehen der Preise zu spekulieren und den Verkauf mit völlig ungewissem Ergebnis hinauszuzögern, wäre grob fahrlässig.“

Seite 2: Das sagt der Gläubigerausschuss

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