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15. Mai 2017, 11:50
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Vergesst das Kürzel “AIF”!

Patrizia Grundinvest hat vergangene Woche den Ankauf eines Objekts für einen weiteren geplanten Sachwertfonds gemeldet. Doch wirklich bemerkenswert an der Pressemitteilung ist etwas anderes. Der Löwer-Kommentar

Stefan-Loewer-cash-format in Vergesst das Kürzel AIF!

“Kein OGAW nennt sich ‘OGAW’.”

Das Besondere ist, dass in der Mitteilung zum Erwerb eines 34.000 Quadratmeter großen Neubauprojekts in Mülheim an der Ruhr der Begriff „alternativer Investmentfonds“ nicht vorkommt. Auch das Kürzel “AIF” taucht lediglich in der Dachzeile auf, nicht in der Mitteilung selbst.

Stattdessen ist dort – auch in einem Statement von Geschäftsführer Andreas Heibrock – durchweg nur von dem geplanten “Privatanlegerfonds” oder schlicht von “Fonds” die Rede. Richtig so!

Denn die missglückte Bezeichnung “alternativer Investmentfonds” aus dem KAGB ist ein ziemlicher Klotz am Bein der Branche. Kaum ein Anleger wird damit etwas anfangen können. Bestenfalls assoziiert er damit wahrscheinlich ein Flower-Power-Investment aus den 1970er Jahren oder eine ethisch vielleicht wertvolle, aber kaum auf Gewinn ausgerichtete Öko-Anlage.

Ein außerirdischer Zottelbär?

Noch weniger hilfreich ist das Kürzel “AIF”. Da wird womöglich mancher einen Schreibfehler in Form eines kleinen statt eines großen “L” vermuten und eher an einen kleinen außerirdischen Zottelbär mit überdimensionaler Nase denken, der aus irgendwelchen Gründen sprechen kann.

Die älteren unter Ihnen erinnern sich sicherlich an die Kult-Serie „ALF“, der in der Garage einer amerikanischen Vorstadtfamilie gestrandet war und ihnen mächtig auf die Nerven ging. Ein Publikums-ALF: Was soll das denn sein? Ein grummeliger Gaukler im Fellkostüm vielleicht? Oder eine spezielle Art von Online-Troll? An eine lohnende Kapitalanlage jedenfalls wird dabei kaum jemand denken.

Im Ernst: Mit einem AIF ist kein Staat zu machen. “Privatanlegerfonds” ist da ein deutlicher Fortschritt, auch wenn “Sachwertfonds” vielleicht noch griffiger wäre. In diesem Fall kann die Sachwertbranche durchaus etwas von den offenen Fonds lernen, denen sie so gerne nacheifert, auch wenn deren Prospekte und Vertriebsunterlagen ansonsten in der Regel nicht unbedingt zur Nachahmung geeignet sind.

Seite 2: Stichprobe bei offenen AIF

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2 Kommentare

  1. Selten dass man über AIFs mal was zum Schmunzeln liest. Danke und Bravo!

    Kommentar von Jürgen Braatz — 16. Mai 2017 @ 21:24

  2. Es ist nicht fair, ehemalige Zuschauer von ALF als “Ältere unter den Lesern” zu bezeichnen. Wie jung ist denn die Leserschaft von cash-online, wenn ALF-Kenner schon als alt gelten?

    Kommentar von Buntspecht — 15. Mai 2017 @ 14:33

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