10. April 2018, 10:37
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

P&R: Welche Rolle spielte Hanjin?

Der Containeranbieter Solvium Capital vermutet auch die Pleite der Reederei Hanjin im Jahr 2016 als einen der Gründe für die Insolvenz von drei Gesellschaften des Konkurrenten P&R. Dieser jedoch bestreitet einen „signifikanten Zusammenhang“.

Shutterstock 351274520 in P&R: Welche Rolle spielte Hanjin?

Der Containermarkt ist seit 2017 wieder im Aufschwung.

In einem Schreiben an ihre Vertriebspartner informierten Solvium-Geschäftsführer Marc Schumann und Holding-Vorstand Olaf Will Ende März – wie berichtet – über die aktuell stabile Situation im globalen Container-Vermietgeschäft.

Darüber hinaus befassten sie sich in dem Schreiben mit den möglichen Gründen für die Insolvenzanträge von drei Gesellschaften des Konkurrenten P&R Mitte März. Hierzu hat Cash.Online zunächst P&R um eine Stellungnahme gebeten, die nun vorliegt.

In dem Solvium-Schreiben heißt es: „Die Gründe für die derzeitigen Probleme bei der P&R-Gruppe sind sicherlich vielschichtig und von außen, auch mit sehr guten Marktkenntnissen, nicht vollständig zu erkennen.”

Niedrige Marktraten von 2012 bis 2015

Zunächst verweist Solvium auf die laut „Drewry Maritime Research“ besonders niedrigen Mietraten im Verhältnis zu den Containerpreisen bei den Top-Reedereien in den wohl stärksten P&R-Platzierungsjahren von 2012 bis 2015. Daneben gehen Will und Schumann auch auf die Folgen der Pleite der koreanischen Reederei Hanjin ein, die 2016 die Schifffahrt und damit auch die Containervermietung weltweit erschüttert hatte.

Mittlerweile seien fast alle Container aus der Hanjin-Insolvenz wieder im Besitz der Container-Vermietgesellschaften. „Die Kehrseite der Medaille: Die Eigentümer der Container mussten finanzielle Einbußen akzeptieren“, heißt es in dem Solvium-Schreiben. Dies habe nicht nur den Verlust der Mieteinnahmen betroffen, hinzu seien Lager- und Reparaturkosten gekommen, die an Depots und Terminals zu zahlen waren, um die Container freizukaufen.

„Uns ist bekannt, dass die Container-Vermietgesellschaften, an denen P&R beteiligt ist beziehungsweise über die Containerfinanzierungen vorgenommen wurden, im großen Ausmaß an Hanjin vermietete Container und Spezialcontainer verwaltet haben. Daher war P&R von der Hanjin-Insolvenz wesentlich weitreichender betroffen als die Solvium-Gruppe“, so das Schreiben von Solvium, das nach eigenen Angaben lediglich zwei Container seiner gesamte Flotte an Hanjin vermietet hatte.

Seite 2: Stellungnahme von P&R

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Betriebsrente: Zinsflaute setzt Pensionskassen unter Druck

Die deutschen Pensionskassen leiden unter der aktuellen Zinsflaute. Das kann negative Folgen für Betriebsrentner haben, erklärt Friedemann Lucius, Vorsitzender des Instituts der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung.

mehr ...

Immobilien

Pro-Kopf-Einkommen: Wo der Wohlstand wohnt

Eine Studie belegt ein drastisches Wohlstandsgefälle in Deutschland. Beim verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen liegen Welten zwischen den wohlhabenden Gemeinden und den Armenhäusern der Bundesrepublik.

mehr ...

Investmentfonds

Biotechnologie: “Ungebremste Innovationskraft”

Welches sind die größten Risiken bei einer Investition in Biotechnologie und was sollten Anleger beachten? Darüber hat Cash. mit Dr. Ivo Staijen, CFA gesprochen, Manager des HBM Global Biotechnology Fund.

mehr ...

Berater

Wirecard: Softbank als neuer Partner in Fernost

Der Zahlungsabwickler kann nach Berichten über umstrittene Bilanzierungspraktiken gute Nachrichten verkünden: Der Tech-Konzern Softbank investiert 900 Millionen Euro in Wirecard. Er soll den Dax-Kozern als Partner in Fernost unterstützen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Wealthcap gibt weiteren Publikums-AIF in den Vertrieb

Der Asset Manager Wealthcap aus München bietet Privatanlegern erneut die Beteiligung an einem Dachfonds an, der in verschiedene Assetklassen investiert und auf diese Weise eine entsprechende Risikomischung anstrebt.

mehr ...

Recht

High on wheels – Cannabis am Steuer

Der 20. April oder “420 Day” ist  für Cannabis-Fans ein Pflichttermin: Denn 420, 4:20 oder 4/20 (engl.: four-twenty) ist in den USA ein Codewort für den Konsum von Haschisch und Marihuana. Hierzulande können Kranke auf Kassenkosten Cannabis als Medizin erhalten und müssen nicht mit Sanktionen rechnen – wenn sie sich an die Vorgaben des Arztes halten und fahrtüchtig sind. Anders sieht es aus, wer zum privaten Vergnügen kifft.

mehr ...