20. März 2018, 12:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rund 14.000 P&R-Anleger können noch hoffen

Die P&R Transport-Container GmbH, Emittentin der von der BaFin geprüften Angebote des Container-Spezialisten P&R seit 2017, ist nach eigenen Angaben nicht unmittelbar von der Insolvenz anderer Gesellschaften der Gruppe betroffen. Auswirkungen sind jedoch nicht ausgeschlossen.

Pundr in Rund 14.000 P&R-Anleger können noch hoffen

Rund 14.000 Anleger haben seit Anfang 2017 bei der P&R Transport-Container GmbH investiert.

Wie berichtet beziehen sich die gestern bekannt gewordenen Insolvenzanträge für drei P&R-Gesellschaften nicht auf alle Unternehmen der Gruppe. Vielmehr wurde unter anderem für die P&R Transport-Container GmbH, die als Emittentin der Angebote seit Anfang 2017 fungierte, kein Insolvenzantrag gestellt.

Das Geschäftsmodell der P&R Transport-Container sei nach dem neuen Regulierungsstandard für Direktinvestments 2017 entstanden und damit anders aufgebaut als das der drei Gesellschaften, die jetzt Insolvenzantrag stellen mussten, teilt die P&R Transport-Container GmbH nun mit.

Hintergrund: Seit 2017 galt für die P&R-Angebote – wie auch für andere Direktinvestments – erstmals eine gesetzliche Prospektpflicht. Notwendig ist seitdem ein von der Finanzaufsicht BaFin gebilligter Verkaufsprospekt, der bestimmte Mindestangaben enthalten muss. Die BaFin-Prüfung bezieht sich auf Vollständigkeit und Widerspruchsfreiheit (“Kohärenz”) der Angaben im Prospekt. Nicht Gegenstand der BaFin-Prüfung sind unter anderem die Richtigkeit der Angaben und die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten.

Gefahr des Forderungsausfalls

Es bestehe allerdings die Gefahr, dass die Forderungen der P&R Transport-Container GmbH gegenüber den unter der vorläufigen Insolvenzverwaltung stehenden Gesellschaften ganz oder teilweise ausfallen, so die aktuelle Mitteilung. Diese Umstände seien möglicherweise geeignet, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den Anlegern zu beeinträchtigen. Solche Umstände ziehen nach dem Vermögensanlagengesetz eine entsprechende Veröffentlichungspflicht nach sich.

Um die Gefahr zu minimieren und zusätzliche Sicherheit und Transparenz für ihre Anleger zu schaffen, habe die P&R Transport-Container GmbH die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, München, beauftragt, ihr Geschäftsmodell und ihre Geschäftsplanung umfassend zu überprüfen. Die Gesellschaft werde die wesentlichen Ergebnisse dieser Prüfung nach Abschluss der Prüfungsarbeiten in einigen Wochen gegenüber den Anlegern kommunizieren.

Seite 2: “Konservativere Herangehensweise”

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nachfolgeplanung: Die Hoffnung ruht zu Unrecht auf dem Mitbewerber

Ein Drittel der Maklerbetriebe ist im Hinblick auf die eigene Altersversorgung auf den Verkauf des Betriebes angewiesen. Dessen ungeachtet haben 48 Prozent der Befragten noch keine Nachfolgeregelung geplant oder getroffen. Dies ist zentrales Ergebnis einer Studie zum Thema Unternehmensnachfolge in Maklerbetrieben, die die Versicherungsforen Leipzig gemeinsam mit den Maklerforen Leipzig und der Berufsakademie Dresden durchgeführt haben.

mehr ...

Immobilien

Warum der Mietendeckel Mietern nicht hilft

Der Berliner Senat will den sogenannten Mietendeckel einführen, die Bestandsmieten also für fünf Jahre einfrieren. Es soll eine Antwort auf die kräftigen Mietpreissteigerungen der vergangenen Jahre sein, die vielen Berlinern zu schaffen machen – 84 % der Berliner Haushalte leben zur Miete. Ein Kommentar von Nedeljko Prodanovic, Geschäftsführer Stonehedge, zum Mietdeckel

mehr ...

Investmentfonds

Doppelschlag von Fed und EZB

Auf der Pressekonferenz der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch war die Ansage von Jerome Powell eindeutig: Sollte der Handelskrieg weiter schwelen und somit auch das Erreichen des Inflationsziels gefährden, stehe die Fed Gewehr bei Fuß, um die Zinsen erstmals seit 2008 zu senken. Noch deutlicher war die Kunde, welche die sogenannten Dots verbreiteten. Ein Kommentar von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege bei Blackrock.

mehr ...

Berater

Banken schöpfen digitales Potential nicht aus

Capco, Management- und Technologieberatung mit Fokus auf die Finanzdienstleistungsbranche, veröffentlicht eine neue Studie zum Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft von Banken. Befragt wurden Kunden und Führungskräfte von mehr als 100 Kreditinstituten zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen über den Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft. Das Zeugnis für die Banken fällt dabei ernüchternd aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Sehr positive Resonanz der Gläubiger auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter

Die Gläubiger in den Insolvenzverfahren der deutschen P&R Gesellschaften haben sehr positiv auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter reagiert. Bislang haben schon über 95 Prozent der Gläubiger bzw. deren anwaltliche Vertreter ihre Zustimmung zum Vergleich über die Forderungsfeststellung erklärt. Insgesamt wurden in den vier Insolvenzverfahren über 80.000 Schreiben an rund 54.000 Gläubiger verschickt.

mehr ...

Recht

Versicherungspolicen: Wo es Steuern zurückgibt

In diesem Jahr verlängert sich erstmalig die Frist zur Abgabe der Steuererklärung auf den 31. Juli. Besonders Steuererklärungs-Muffel wird die zwei-monatige Fristverlängerung freuen. Dabei kann man mit den richtigen Tipps und Kniffen durchaus eine ganze Menge der gezahlten Steuern wiederbekommen. Dies gilt auch für die abgeschlossenen Versicherungspolicen.

mehr ...