25. November 2019, 16:23
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Vergessen Sie Bitcoin!

Außerdem ist die maximal mögliche Gesamtzahl der Bitcoins mathematisch begrenzt und sie lassen sich ohne Zwischenschaltung einer Bank oder eines anderen Intermediärs anonym übertragen (sofern nicht doch jemand die Verschlüsselung knackt).

Offenbar sind viele Menschen davon überzeugt, dass etwas, das selten ist und sich nur mit hohem Aufwand neu herstellen lässt, auch einen Wert hat. Bei Gold ist das schließlich nicht anders (wobei dieses wenigstens nicht nur aus einer ansonsten wertlosen Kombination aus Nullen und Einsen besteht). Jedenfalls lassen sich Bitcoins in echtes Geld umtauschen und teilweise direkt zur Bezahlung realer Güter verwenden. Vielfach wird auch die Unabhängigkeit von Notenbanken und überhaupt von staatlicher Einflussnahme oder Kontrolle als Vorteil angesehen.

Der Kurs zum echten Geld unterliegt jedoch starken Schwankungen, Bitcoin und andere Krypto-„Währungen“ ziehen deshalb Spekulanten an wie Honig die Bienen. Sie können zudem für allerlei illegale Geschäfte bis hin zur Terrorismusfinanzierung verwendet werden und wenn sie Überhand nehmen sogar das Finanzsystem destabilisieren. Daher kommt das schlechte Image, das nicht selten generell auf die Blockchain-Technik übertragen wird.

Unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten

Doch die kryptografische Verschlüsselung bietet weitaus mehr Möglichkeiten. So lässt sich in der Blockchain grundsätzlich jede Art von Information sicher dezentral speichern und kostengünstig übertragen. Dabei kann es sich zum Beispiel auch um Verträge handeln, die dann neudeutsch „Smart Contracts“ heißen. Dazu lassen sich individuelle Rechte – zum Beispiel Gewinnbeteiligungen – ebenfalls digital verschlüsseln und übertragen, die sogenannten „Token“.

Diese haben mit Krypto-„Währungen“ nichts zu tun, sondern gleichen eher einem digitalen Anteilsschein oder Wertpapier. Die entsprechenden Emissionen heißen deshalb „Security Token Offering“ (STO). Plakativ ausgedrückt: Ein Bitcoin gleicht dem Schlüssel zu einem leeren Tresor, bei einem Security Token hat das Schließfach hingegen auch einen Inhalt.

Doch das ist bei Weitem nicht alles. Für die Blockchain-Technik gibt es unendlich viele weitere Anwendungsmöglichkeiten, bei denen Informationen sicher gespeichert und übertragen werden sollen. Einen Eindruck davon gibt die „Blockchain-Strategie“ der Bundesregierung, die im September veröffentlicht wurde. Untertitel: „Wir stellen die Weichen für die Token-Ökonomie“. Die Sache ist schon längst nicht mehr nur etwas für Nerds und Cyber-Spekulanten.

Seite 3: Einsatz bei Asylverfahren in Burkina Faso

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