Postbank: Rentner mit Einkommensdefizit

Rund 70 Prozent der Rentner und Pensionäre verfügen im Ruhestand über deutlich weniger Einkünfte als am Ende der Berufstätigkeit. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach. Danach liegt das durchschnittliche Einkommen der Ruheständler um gut 32 Prozent unter ihrem letzten Netto-Verdienst.

Besonders betroffen: Ehemalige Arbeiter. Mehr als alle anderen Berufsgruppen ziehen sie im Ruhestand ein Negativ-Resümee. 79 Prozent geben an, weniger Geld als bisher zu Verfügung zu haben. Von den pensionierten Beamten sagen dies nur rund 52 Prozent.

Die Bilanz der heutigen Senioren: Mehr als 21 Prozent halten das, was sie für die Altersvorsorge getan haben, für „nicht ausreichend“. Frauen stellen mit rund 26 Prozent eine deutlich größere Versorgungslücke fest als Männer (16 Prozent). Spürbare Unterschiede zeigen sich auch zwischen den alten und neuen Bundesländern: Nahezu 28 Prozent der Rentner in den neuen Länder sehen ihre Vorsorge als unzureichend an, im Westen der Republik sagen dies rund 20 Prozent der Rentner.

Der Großteil der heutigen Renten- und Pensionsempfänger, nämlich 89 Prozent, bezieht eine staatliche Rente beziehungsweise Pension. Vier von zehn Befragten verfügen über ein Eigenheim und 28 Prozent beziehen Einkünfte aus einer betrieblichen Altersversorgung oder einer Zusatzversorgung für den öffentlichen Dienst.

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