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13. September 2007, 00:00
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Deutsche ratlos bei Zusatzpolicen

Drei Viertel der Kassenpatienten fehlt der Überblick über das Leistungsangebot der privaten und gesetzlichen Kassen bei Zusatzversicherungen. Zudem ist jedem Zweiten nicht klar, welche Gesundheitsrisiken privat abgesichert werden können.
Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der Gothaer Krankenversicherung, Köln, in Zusammenarbeit mit dem Institut der Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.-Institut). Befragt wurden 1.000 Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Alter von 20 bis 65 Jahren.

Zwar besitzen bereits 45 Prozent eine Ergänzungspolice, die Abschlusswilligen beklagen jedoch eine mangelnde Transparenz bei dem breiten Angebot der Assekuranz, so stellt die Studie heraus.

Darüber hinaus verwirren Begriffe wie Gesundheitsprüfung, Risikozuschlag oder Kombiversicherung. Tatsächlich kritisieren zwei Drittel der Kassenversicherten, dass manche Anbieter nur letztere im Portfolio haben und keine Einzelversicherungen offerieren. Häufig werden beispielsweise Zahnersatzleistungen mit ambulanten Behandlungen kombiniert anstatt beide Leistungen separat anzubieten. Zudem sieht eine Mehrheit von 54 Prozent Probleme bei eventuell anfallenden Gesundheitsprüfungen. Jeder Vierte wertet diese als sehr großes Hindernis für den Abschluss von Ergänzungstarifen.

Als positiv hebt die Gothaer hervor, dass fast 40 Prozent der 20 bis 29 Jährigen künftig einen Zusatztarif abschließen wollen. Der Grund: Sie möchten Lücken bei den GKV-Leistungen schließen beziehungsweise mehr Geld für mehr Qualität in die medizinische Behandlung investieren. Insgesamt wollen 28 Prozent aller Befragten eine ergänzende Police abschließen, dabei wird am meisten (21 Prozent) Zahnbehandlung und Zahnersatz genannt. Auf Rang Zwei (neun Prozent) liegt die Ambulante Heilbehandlung, Position Drei (acht Prozent) besetzt die private Pflegeergänzungsversicherung. Schlusslichter bilden die Krankentagegeldabsicherung (sechs Prozent) und stationäre Behandlungen (drei Prozent).

Um sich vor Vertragsschluss die nötigen Informationen zu beschaffen, setzen immerhin 19 Prozent auf die Unterstützung eines Finanzberaters. Die meisten (38 Prozent) holen jedoch den Rat von Verwandten und Bekannten ein. Ein Viertel vertraut auf die Krankenkasse und 23 Prozent verlassen sich auf das Urteil der Medien und entsprechender Verbrauchermagazine.

Bei der Höhe der monatlichen Prämie haben die potenziellen Kunden sehr klare Vorstellungen: 26 Prozent wollen höchstens 20 Euro, 22 Prozent maximal 50 Euro und 21 Prozent nicht mehr als zehn Euro ausgeben. 18 Prozent haben keine Bereitschaft überhaupt Geld für eine zusätzliche Absicherung zu investieren. (aks)

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