Ergo macht sich in Asien stark

Der zur Münchener Rück-Versicherungsgruppe gehörende Düsseldorfer Ergo-Konzern sieht insbesondere in China und Indien großes Wachstumspotenzial.
Aktuell sucht Ergo intensiv sowohl für das Leben- als auch für das Nichtlebensversicherungsgeschäft indische Joint-Venture-Partner und habe bereits aussichtsreiche Gespräche mit potenziellen Gesellschaften geführt. Verläuft alles nach Plan, könnten bereits Ende 2008 die ersten Versicherungsverträge policiert werden, teilte Münchner-Rück-Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard in Dehli mit.

Erst im Mai dieses Jahres hatte die Ergo Versicherungsgruppe eine Repräsentanz in Mumbai (ehemals Bombay) eröffnet und somit das Interesse am Markteintritt Indien unterstrichen (cash-online berichtete).

Seit dem Jahr 2000 agieren auf dem indischen Erstversicherungsmarkt auch private Gesellschaften, fast ausschließlich Joint Ventures mit ausländischen Partnern. Die Rückversicherung in diesem Markt sei nach wie vor stark reguliert und gekennzeichnet durch die Quasi-Monopolstellung des staatlichen Rückversicherers. Die Münchner Rück wolle Reformvorhaben für eine Niederlassungsfreiheit für ausländische Assekuranz-Unternehmen unterstützen. ?Sobald es die gesetzlichen Voraussetzungen erlauben, werden wir eine Rückversicherungsniederlassung in Indien eröffnen?, sagte von Bomhard.

Weitere Zuwächse verspricht sich der Ergo-Konzern vom chinesischen Markt, wo ebenfalls nach Partnern gesucht werde. Vorreiter ist die Konzerntochter DKV, Düsseldorf, die bereits seit 2004 in China präsent ist (cash-online berichtete). Gerade erst hat sie mit dem Joint-Venture-Partner Apollo Hospitals Group als Spezialkrankenversicherer das Geschäft aufgenommen. (aks)

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