Anzeige
Anzeige
2. Februar 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gesundheitsreform: Die Würfel sind gefallen

Nach langer Vorlaufzeit ist die Gesundheitsreform am
2. Februar vom Bundestag verabschiedet worden. Start der Reform wird der 1. April dieses Jahres sein. Einschneidende Änderungen bei den Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen gibt es nicht. Es sind sogar Verbesserungen wie etwa Eltern-Kind-Kuren oder bei den Impfungen zu melden.

Diese sind jedoch teuer erkauft. Aktuell beträgt der durchschnittliche Beitragssatz der GKV 14,8 Prozent. Darin enthalten ist der Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent, der ausschließlich von den Mitgliedern gezahlt wird. Nach Einschätzung der Kassenverbände wird er bis 2009 sogar auf 15,3 Prozent steigen. Um Unterschiede beim Einkommen und bei den Krankheiten der Versicherten der einzelnen gesetzlichen Kassen auszugleichen, ist für das Wahljahr 2009 ein Gesundheitsfonds geplant.

Anders als bisher, werden die GKV-Beiträge nicht mehr direkt an die Kassen gezahlt, sondern zunächst in einer Art Pool gesammelt. Assekuranzen wie die BKK, Barmer oder AOK erhalten eine Pauschale, auf deren Basis sie wirt-schaften müssen. Ziel ist, ihre Ausgaben auf ein durchschnittliches Niveau herunterzuschrauben.

Die privaten Assekuranzen sind ebenfalls ab 2009 dazu verplichtet, den so genann-ten Basistarif anzubieten. Sowohl in seinen Leistungen als auch in seinen Kosten hat dieser dann dem der gesetzlichen Kassen zu entsprechen. PKV-Versicherte haben die Möglichkeit, innerhalb von sechs Monaten in diesen Tarif zu wechseln. Freiwillig Versicherte können ebenso in die private Grundversorgung wechseln. Im Gegenzug wird GKV-Versicherten der Sprung zu den Privaten deutlich erschwert. Nur wer konstant drei Jahre über der Pflichtversicherungsgrenze verdient, darf wechseln.

Die Reform stößt nicht nur bei den Bundesbürgern auf wenig Gegenliebe. Bei der Abstimmung zeigte sich, dass 207 Abge-ordnete dagegen stimmten. Weitere 28 Volksvertreter enthielten sich, 378 waren mit der Umsetzung einverstanden.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Head of Global Sales bei Schroders

Schroders ernennt Daniel Imhof zum neuen Head of Global Sales. Mit der neu geschaffenen Position will das Haus auf die immer komplexer werdenden Kundenbedürfnisse sowie auf die steigende Nachfrage nach Fachkenntnissen eingehen.

mehr ...

Berater

Emerging Markets: Der Staub legt sich

Die Aktienmärkte der Schwellenländer haben schwierige Zeiten hinter sich. Einst gefeiert, dann geschmäht – so lassen sich die letzten zehn Jahre zusammenfassen. Nach und nach werden die guten Perspektiven aber wieder klarer. Gastkommentar von Marc Hellingrath, Union Investment

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...