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3. Dezember 2007, 00:00
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MLP-Studie: Deutsche sorgen sich bei Gesundheit und Pflege

Rund ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der Gesundheitsreform beurteilen die Bundesbürger die Gesundheitsversorgung kritisch. Gleichzeitig ist die Skepsis gegenüber der Entwicklung des Gesundheitssystems gestiegen. Zudem blicken die Deutschen sorgenvoll auf die Entwicklung der Pflegeversicherung. Das sind einige Ergebnisse des Gesundheitsreports, einer Studie des Wieslocher Finanzdienstleisters MLP und des Instituts für Demoskopie, Allensbach unter rund 1.900 Bundesbürgern.

Die Ergebnisse im Detail: 56 Prozent der Befragten sagen, dass die Gesundheitsversorgung in den vergangenen drei Jahren schlechter geworden ist. Lediglich 57 Prozent (minus sieben Prozentpunkte) sind der Überzeugung, im Krankheitsfall ausreichend abgesichert zu sein. Dieser Rückgang ist vor allem die pessimistische Einschätzung der gesetzlich Versicherten zuführen. Von ihnen beurteilt inzwischen jeder Dritte den eigenen Versicherungsschutz in Teilbereichen als skeptisch. Die größten Lücken sehen die Befragten bei Zahnbehandlungen (29 Prozent) und Sehhilfen (25 Prozent).

Noch größer ist die Skepsis gegenüber der künftigen Entwicklung des Gesundheitssystems. 84 Prozent rechnen mit weiter steigenden Beiträgen in der gesetzlichen Krankenversicherung, 81 Prozent mit erhöhten Zuzahlungen für Medikamente.

Die Neuerungen der Gesundheitsreform sind von den wenigsten verstanden. Lediglich fünf Prozent der Befragten kennen Details der Gesundheitsreform. Konkrete Änderungen, hauptsächlich bei der Medikamentenversorgung, haben bislang 28 Prozent feststellen können. 23 Prozent haben bis dato von ihrer gesetzlichen Krankenversicherung einen Wahltarif angeboten bekommen, angenommen wurde diese Offerte dagegen nur von drei Prozent. Von den Privatversicherten kennt nur rund die Hälfte die Möglichkeit, Anfang 2009 in den Basistarif wechseln zu können und dabei die Altersrückstellungen in Höhe des Basistarifes mitnehmen zu können. Gleichwohl kommt nur für 16 Prozent ein derartiger Wechsel derzeit in Frage.

Großes Unwissen zeigt sich auch bei den Fragen zu den Auswirkungen der Gesundheitsreform. Gerade einmal jeder Fünfte kennt die Reformmaßnahmen. Dagegen ist die Angst vor einer Pflegebedürftigkeit im Alter deutlich spürbar. Immerhin 46 Prozent der Deutschen sorgen sich um die finanzielle Absicherung im Pflegefall. Allerdings haben nur elf Prozent eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, 13 Prozent planen einen Abschluss. (dr)

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