Anzeige
Anzeige
6. Juli 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Neues VVG trifft auf breite Zustimmung

Die Interessenorganisationen der Versicherungswirtschaft und der Verbraucher, der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) in Berlin und der Bund der Versicherten (BdV), Henstedt-Ulzburg, begrüßen die am 5. Juli vom Bundestag beschlossene Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG). Dieses wird am 1.Januar 2008 in Kraft treten. Das Gesetz sieht unter anderem vor, Kunden künftig vor der Übersendung der Police die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) zu übergeben. Darüber hinaus müssen Versicherungsgesellschaften ihre Abschlusskosten offen legen. Ziel ist es, Preise transparent und Produkte vergleichbarer als bisher zu machen.

GDV-Geschäftsführer Dr. Jörg von Fürstenwerth lobte die Gesetzesreform als ?richtigen Schritt für eine Modernisierung der Beziehung zwischen Versicherten und Versicherern?, kritisierte jedoch die Verpflichtung der Versicherer, die AGB vor der Police zu überreichen. Dies werde gerade bei Maklern und Mehrfachagenten zu einer Papierflut führen und dem Verbraucher nicht weiterhelfen. Dass das von den Versicherern als Alternative zur Abschaffung des Policenmodells vorgeschlagene Produktinformationsblatt stattdessen nun zusätzlich vorgesehen sei, laufe auf eine unnötige Überregulierung hinaus.

BdV-Geschäftsführerin Lilo Blunck freute sich darüber, dass das ?mehr als hundert Jahre alte Versicherungsrecht verbrauchergerechter? geworden sei. Allerdings habe es der Gesetzgeber versäumt, die Beratung von der Höhe der Prämie abzukoppeln. Die Vergütung von Vermittlern erfolgt in der Regel über eine im Versicherungsbeitrag eingeschlossene Provision. Als inakzeptabel beurteilt der BdV die Tatsache, dass das VVG weiterhin den Verzicht auf Beratung durch den Kunden gestattet.

Enttäuscht zeigte sich der Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL), Berlin, darüber, dass es keine Hinweispflicht auf den Zweitmarkt für Lebensversicherungen gebe (cash-online berichtete). (aks)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...