Talanx: Neue Hindernisse bei Gerling-Integration

Bei der Integration der Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG (GKA), Köln, in den Hannoveraner Talanx-Konzern, gibt es offenbar Probleme.
Wie das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe berichtet, habe der Betriebsrat der GKA rechtliche Schritte gegen Eckpunkte des Sozialplans in die Wege geleitet.
Talanx-Sprecher Thomas von Mallinckrodt wies diese Aussage gegenüber cash-online zurück. Zwar habe es am 12.April eine Anhörung des Betriebsrats vor dem Amtsgericht in Köln gegeben. ?Es geht jedoch nicht um rechtliche Schritte gegen den Sozialplan, vielmehr wehre sich die Arbeitnehmervertretung gegen die Ausgestaltung des Betriebes nach der Fusion von HDI mit der GKA?, so von Mallinckrodt zu cash-online. ?Darüber gibt es naturgemäß unterschiedliche Ansichten?, sagte von Mallinckrodt weiter. Die Integration sei dadurch weder gefährdet noch würde sie verzögert. Einen festen Termin, wann die Verschmelzung abgeschlossen sein soll, konnte der Talanx-Sprecher aber nicht benennen.

Bei der Eingliederung des im Jahr 2005 übernommenen Konkurrenten Gerling überlappen sich die Geschäfte insbesondere im Bereich der Industrieversicherung. Dieses Segment hat bislang die Talanx-Tochter HDI als Wettbewerberin der GKA besetzt. Künftig soll der Geschäftszweig vom HDI-Standort Hannover aus geführt werden. Dafür müssen rund 800 Kölner Mitarbeiter der GKA in die niedersächsische Landeshauptstadt umziehen. Zudem hatte die Konzernführung angekündigt, im laufenden Jahr bundesweit rund 1.500 Stellen abbauen zu wollen.

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