Allianz: Filiale in Slowenien, Verhandlungen in der Türkei

Die Allianz hat eine Niederlassung in Slowenien eröffnet, so der Münchner Allfinanzkonzern in einer aktuellen Mitteilung. Einem Medienbericht zufolge hat das Unternehmen zudem Übernahmeangebote für zwei Gesellschaften des türkischen Mischkonzerns Koc Holding, Istanbul, abgegeben.

Mit der Eröffnung der Niederlassung in der Hauptstadt Ljubljana haben auch Unternehmenskunden in Slowenien künftig Zugriff auf die Allianz-Produktpalette. Lebensversicherungen bietet das Unternehmen slowenischen Kunden bereits seit 2007 an (cash-online berichtete hier).

Das Produktspektrum umfasse zunächst klassische Sach-, Haftpflicht- und Industrieversicherungen. Es solle kontinuierlich erweitert und angepasst werden. Langfristig sei auch der Aufbau eines eigenen Vertriebsnetzes vorgesehen. Im Bereich Leben plane die Allianz, ihr Angebot von klassischen Produkten auf fondsgebundene und renditeorientierte Lösungen auszuweiten.

Fortgeschrittene Verhandlungen in der Türkei

Im Verkaufsprozess für die zwei türkischen Versicherer Yapi Kredi Sigorta und Yapi Kredi Emeklilik befindet sich die Allianz laut einer Meldung der Zeitung „Financial Times Deutschland“ (FTD) in fortgeschrittenen Verhandlungen. Dem Vorstandsvorsitzenden des türkischen Mutterkonzerns der Gesellschaften, Bülent Bulgurlu, zufolge befinde sich der deutsche Konzern „auf der Shortlist“ der bietenden Unternehmen. Die Liste umfasst gewöhnlich einen sehr engen Bieterkreis von maximal sechs Interessenten.

Die Versicherer der Koc-Gruppe bringen es in der Türkei gemeinsam auf sechs Prozent Marktanteil in der Sachversicherung sowie sieben im Bereich Leben und fast 16 Prozent in der Rentenversicherung, so die FTD.

Die Allianz ist seit 1989 in Mittel- und Osteuropas präsent, derzeit mit zehn Unternehmen in acht Ländern. (hb)

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