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7. August 2008, 00:00
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Allianz und Generali geben Ergebnisprognosen auf

Die Finanzkrise belastet die großen Versicherer: Allianz und AMB Generali haben ihre Ausblicke nach unten korrigiert. Während der Branchenprimus aus München auch seine Ertragsziele für 2009 angepasst hat, hält der zur italienischen Assicurazioni Generali gehörende Wettbewerber aus Aachen an seiner mittelfristigen Kalkulation fest.

Allianz: ?Verlässliche Prognose nicht möglich?

“Trotz der soliden Geschäftsbasis beeinträchtigen die zunehmend schwierigeren Märkte auch die Allianz. Deshalb können wir das 2006 gesetzte Ziel einer durchschnittlichenoperativen Ergebnissteigerung von zehn Prozent bis 2009 nicht aufrecht erhalten. Wir gehen aber davon aus, dass unsere Ertragskraft stabil genug ist, um ein laufendes operatives Ergebnis von mindestens neun Milliarden Euro in den Jahren 2008 und 2009 zu erwirtschaften”, sagte Allianz-Vorstandsvorsitzender Michael Diekmann.

Zugleich betonte Diekmann, dass eine verlässliche Ergebnisprognose, insbesondere im Bankgeschäft, ob des schwierigen Umfelds nicht möglich sei.

Grund für den korrigierten Ausblick der Allianz sind vor allem die erneuten Verluste der Tochter Dresdner Bank und das Geschäft mit Lebensversicherungen, insbesondere mit fondsgebundenen Produkten.

Das operative Ergebnis fiel im zweiten Quartal mit 2,1 Milliarden Euro um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Auch der Nettogewinn ging um 28 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zurück. Die Umsätze sanken von 24,3 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahresquartal auf 22 Milliarden Euro. Die Prämieneinnahmen in der Lebens- und Krankenversicherung brachen allein gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 10,9 Prozent von 11,7 auf 10,7 Milliarden Euro ein. Besonders die Umsätze fondsgebunder Produkten entwickelten sich schwach ? 19 Prozent büßten sie im Jahresvergleich ein.

Generali: Abschreibungen führen zu Gewinneinbruch

Auch die AMB-Generali spürt den kalten Atem der Finanzkrise im Nacken und musste dementsprechend Abstriche machen. Das Konzernergebnis ging im ersten Halbjahr von 224 auf 134 Millionen Euro gegenüber der Vorjahresperiode zurück.

Belastend wirkte sich vor allem das Kapitalanlageergebnis aus. Dieses litt unter stichtagsbezogenen Abschreibungen auf Dividendentitel, so die Generali. Aufgrund der Unsicherheit auf den Kapitalmärkten sieht die Gruppe von einer Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr ab. An ihren Zielen von 500 beziehungsweise 550 Millionen Euro für die Jahre 2009 und 2010 hält Generali aber vor dem Hintergrund einer positiven Beitragsentwicklung fest.

Die Brutto-Beitragseinnahmen der Lebens-, Kranken- und Sachversicherer des Konzerns stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 von 6,036 auf 6,148 Millionen Euro. (hb)

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