Ergo: 2.500 Arbeitsplätze auf der Kippe

Frank Fassin, Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Düsseldorfer Ergo-Versicherung und Landesfachbereichsleiter bei Verdi in Nordrhein-Westfalen, hat gestern Berechnungen veröffentlicht, nach denen Sparmaßnahmen bis 2009 bei Ergo 2.500 Vollzeit-Jobs bedrohen. 200 Millionen Euro sollen im Rahmen des entsprechenden Kostensenkungsprogramms eingespart werden, so Fassin gegenüber der Online-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Capital“.

Betroffen sind die zur Ergo-Gruppe gehörenden Erstversicherer Hamburg-Mannheimer, Victoria, DKV und DAS. Dass Ergo sich eine strikte Kostendisziplin auferlegt hat, ist bekannt. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte der neue Ergo-Chef Torsten Oletzky Einsparungen und ehrgeizige Renditeziele angekündigt: Gegenüber 2006 soll das Beitragsvolumen von 16 auf 23 Milliarden Euro in 2012 klettern und das Ergebnis um 90 Prozent auf rund 900 Millionen Euro steigen.

Ambitionierte Vorsätze angesichts der jüngsten Quartalszahlen: Die Ergo-Erträge sind in den ersten drei Monaten 2008 im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 150 Millionen Euro eingebrochen. Probleme bereiten vor allem die Kapitalerträge, die unter der weltweiten Finanzkrise leiden. Damit die zweistelligen Renditeziele der Konzernmutter Münchener Rück erreicht werden können, muss also zwangsläufig an der Kostenschraube gedreht werden. (hb)

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