Ergo: AIG-Osteuropa- und Asiengeschäft auf der Einkaufsliste

Der Rückversicherer Münchener Rück, Konzernmutter der Ergo-Gruppe, konkretisiert sein Interesse am Erwerb von Sparten des krisenbedingt verstaatlichten US-Versicherungsriesen AIG: Auf der Shopping-Liste stehen Teile des Osteuropa- und Asiengeschäfts.

„Bereits im September, als AIG Probleme bekam, haben wir gesagt, an dessen Aktivitäten in Osteuropa und Asien mit Erstversicherungen sowie in den USA mit Spezialversicherungen interessiert zu sein“, erklärte Münchener-Rück-Sprecherin Johanna Weber gegenüber der Nachrichtenagentur Pressetext.

Eine Übernahme der anvisierten Sparten könnte dem Ergo-Konzern Türen im asiatischen Lebensversicherungsmarkt öffnen. Vor allem in den Wachstumsländern China und Südkorea würde die Gruppe zulegen. Ergo ist bislang lediglich in Indien und Südkora vertreten und sucht in China nach Partnerunternehmen.

Allerdings haben bereits viele internationale Versicherer Interesse am begehrten AIG-Asiengeschäft angemeldet.

AIG – der nach Börsenkapital ehemals größte Versicherer der Welt – musste Mitte September von der US-Regierung vor dem Kollaps gerettet werden, nachdem der Konzern sich mit Kreditausfallversicherungen in Schieflage spekuliert hatte (cash-online berichtete hier). Nun stehen verschiedene Sparten zum Verkauf. (hb)

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