Industrieversicherung: Prämien sinken langsamer

Im ersten Halbjahr 2008 sind die Prämien für Industrieversicherungen in Europa im Durchschnitt um zehn Prozent gefallen, so der Versicherungsmakler Marsh. Eine Stabilisierung sei aber in Sicht.

Bereits im vierten Jahr in Folge zeigt sich der europäische Industrieversicherungsmarkt weich. Ein Rückgang der Prämien von bis zu zehn Prozent sei die Regel, in einigen Sparten und Regionen konnten Reduzierungen von bis zu 20 Prozent erreicht werden. Das geht aus dem aktuellen Marsh Versicherungsmarkt-Report hervor, der halbjährlich veröffentlicht wird. Darin werden die vom Makler getätigten Platzierungen über sieben Sparten in 41 Ländern analysiert.

Erstmalig habe sich der europaweite Trend zu Prämiensenkungen leicht abgeschwächt. Lediglich im Bereich der Haftpflichtversicherung konnten für Prestigekunden noch deutliche Reduzierungen erzielt werden. Für die kommenden Erneuerungsverhandlungen erwartet der weltweit tätige Makler eine beginnende Stabilisierung der Prämien auf niedrigem Niveau.

Schadenquoten bei Kreditversicherungen ziehen an

Die Sparte Kreditversicherungen stellt jedoch einen Ausnahmefall dar: Weltweit reagieren die Kreditversicherer auf die US-Hypothekenkrise mit Kapazitätsreduzierungen und Preisverhärtungen, stellt Marsh fest. In Deutschland habe ein Versicherer versucht, die Prämien generell um zehn Prozent anzuheben. Der starke Wettbewerb verhindere jedoch einen generellen Anstieg im ersten Halbjahr 2008. Dennoch bewegten sich die Schadenquoten nach oben, während sich die Deckungssummen verringerten. (hi)

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