Lebensversicherungen werden billiger

Durch die steigende Lebenserwartung der Deutschen könnten die Beiträge insbesondere bei Risikolebensversicherungen sinken, teilt die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV), Köln, mit.

Der Grund: Mit steigender Lebenserwartung sinkt für die Versicherer das Todesfallrisiko. Denn bei Policen mit Todesfallcharakter kommt es nur dann zu einer Auszahlung, wenn der Versicherte vor dem 65. Lebensjahr stirbt. Dadurch seien Preissenkungen von bis zu 20 Prozent bei Risikolebensversicherungen möglich. Auch Kapital- oder fondsgebundene Lebensversicherungen könnten von dem Effekt profitieren, allerdings in geringerem Umfang, so der DAV.

Die Versicherungsmathematiker veröffentlichten am Montag ihre neuen Sterbetafeln 2008 T für Lebensversicherungen mit Todesfallcharakter, von denen pro Jahr rund zwei Millionen Neuverträge abgeschlossen werden. In der versicherungsmathematischen Analyse der vorliegenden Datenbestände hat sich auch erneut bestätigt, dass Männer über alle Altersgruppen hinweg ein höheres Todesfallrisiko haben als Frauen und Raucher durchschnittlich früher sterben als Nichtraucher. Die neuen Rechnungsgrundlagen sollen ab dem 1. Januar 2009 eingesetzt werden und gelten nur für Neuverträge. (hi)

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