11. Juli 2008, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ministerien heizen PKV-Wettbewerb an

Bundesfinanz- und -gesundheitsministerium haben sich auf eine Verweildauer im Basistarif von 18 Monaten geeinigt. Neu ist zudem, dass Kunden in den Basistarif eines dritten Anbieters wechseln dürfen. Erwartungsgemäß ist der PKV-Verband davon wenig begeistert.

?Im Ergebnis werden die Möglichkeiten privat Krankenversicherter für einen Wechsel erweitert und der Wettbewerb zwischen Anbietern privater Krankenversicherungen intensiviert?, so die Ministerien in einem gemeinsamen Rundschreiben zur Kalkulationsverordnung des Basistarifs.

Es sei eine ausgewogene Lösung zwischen einer soliden Finanzierung der bestehenden Versicherungsverträge und einer Marktöffnung im Interesse der Versicherten. Damit schafft die Regierung Klarheit die Umsetzung eines kontrovers diskutierten Teils der Gesundheitsreform (cash-online berichtete hier).

Bestandskunden können vom 1. Januar 2009 bis zum 30. Juni 2009 in den Basistarif einer Versicherung ihrer Wahl wechseln. Dort müssen sie mindestens 18 Monate bleiben, bevor sie in einen Volltarif des des Versicherers gehen können. Ihnen steht es danach aber auch frei, in den Basistarif eines dritten Unternehmens zu wechseln. Weitere Wechselmöglichkeiten unter Mitnahme der Alterungsrückstellungen sind dann jedoch ausgeschlossen.

“Planmäßige Einführung gesichert”

Mit der Kalkulationsverordnung sei die planmäßige Einführung des Basistarifs zum 1. Januar 2009 gesichert, teilen die Ministerien mit. Dies könnte allerdings durch die Verfassungsbeschwerde, die 30 PKV-Unternehmen gegen den Basistarif angestrengt haben, noch verhindert werden (cash-online berichtete hier).

Der PKV-Verband, Berlin, konnte sich mit seiner Forderung nach einer dreijährigen Verweildauer im Basistarif folglich nicht durchsetzen. ?Wir kritisieren sowohl die verkürzte Verweildauer als auch den Wechsel in den Basistarif eines dritten Anbieters?, sagte ein Sprecher gegenüber cash-online. Das Problem, dass durch die Mitnahme der Altersrückstellung sich die Prämien für alle Versicherten erhöhen, würde sich nun potenzieren. (hi)

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Deutlicher Rückgang der Fallzahlen beim Kfz-Diebstahl

Das Bundeslagebild “Kfz-Kriminalität 2018” zeigt einen deutlichen Rückgang der Zahl dauerhaft gestohlener Kraftfahrzeuge (Kfz) in Deutschland. Insgesamt 16.613 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im Berichtsjahr 2018 entwendet. Wie sich der Trend entwickelt.

mehr ...

Immobilien

Abwarten und Geld parken

Wirtschaftspolitische Spannungen wie der Handelskonflikt zwischen China und den USA, ein immer wahrscheinlicher werdender No-Deal-Brexit und Rezessionsängste schüren bei Anlegern Unsicherheit. Was tun mit dem Geld? Ein Kommentar von Volker Wohlfarth, Geschäftsführer bei der Crowdinvestment-Plattform zinsbaustein.de.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

“Dann ist es vorbei”: Finnland setzt Johnson Frist beim Brexit

Der derzeitige EU-Ratsvorsitzende Antti Rinne hat dem britischen Premierminister Boris Johnson eine Frist bis zum Monatsende gesetzt, um Änderungswünsche am Brexit-Abkommen einzureichen.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...