10. Dezember 2009, 16:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Allianz Leben erwartet lange Durststrecke im Zins-Tal

Die Allianz reduziert erstmals seit sechs Jahren ihre Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung. Die laufende Verzinsung wird aufgrund des starken Rückgangs der Marktzinsen abgesenkt. Die Aachen Münchener will ihre Überschüsse indes konstant halten.

Durststrecke in Allianz Leben erwartet lange Durststrecke im Zins-Tal

Die Allianz Lebensversicherung wird die laufende Verzinsung der Sparanteile im kommenden Jahr von 4,5 auf 4,3 Prozent senken. „Aufgrund der konjunkturellen Entwicklung und der expansiven Geldpolitik rechnen wir nicht damit, dass die Zinsen in nächster Zeit nachhaltig steigen“, heißt es dazu aus Stuttgart.

Nach Ansicht von Dr. Reiner Will, Geschäftsführer der Ratingagentur Assekurata, ist der Schritt der Branchenführerin folgerichtig. „Die Argumentation der Allianz, die Überschussbeteiligung für 2010 zu senken, um sie in den darauf folgenden Jahren möglichst stabil halten zu können, ist aus meiner Sicht nachvollziehbar und plausibel“, so Will gegenüber cash-online.

Entscheidung mit Signalwirkung

Inklusive Schlussüberschuss (0,35 Prozent) und einem Sockelbetrag für die Beteiligung an den Bewertungsreserven (0,3 Prozent), der als Puffer für Kapitalmarktschwankungen dient, sollen Allianz-Leben-Kunden 2010 auf eine Gesamtverzinsung von mindestens 4,95 Prozent kommen (2009: 5,1 Prozent). Der Entscheidung des Branchenprimus wird von Experten Signalwirkung für den Gesamtmarkt attestiert.

Bislang hat außer dem Direktversicherer Europa allerdings keine Gesellschaft die Überschüsse gesenkt (siehe Tabelle). Viele Deklarationen stehen indes noch aus. Für die kommende Woche haben unter anderem Ergo, Axa und Debeka ihre Mitteilungen angekündigt. Fortis Leben will sich ebenfalls zeitnah äußern, bei der Deutscher Ring Leben wird die Überschussbeteiligung erst zum Jahresende bekannt gegeben.

Tabelle-f R-Internet1 in Allianz Leben erwartet lange Durststrecke im Zins-Tal

Weiter lesen: 1 2 3

1 Kommentar

  1. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Cash.-Magazin, Cash.-Magazin erwähnt. Cash.-Magazin sagte: Überschussbeteiligung: Weichenstellung für die Niedrigzinsphase? Fitch-Analyst Tim Ockenga im cash-online-Interview http://bit.ly/8o1biu […]

    Pingback von Tweets die Allianz Leben erwartet lange Durststrecke im Zins-Tal - Cash. Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen erwähnt -- Topsy.com — 10. Dezember 2009 @ 18:26

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Zwei von drei Deutschen kennen den Neuwert ihres Hausrats nicht

70 Prozent der Bundesbürger können nach eigener Aussage den Neuwert ihres Hausrats nicht exakt beziffern. Zudem glauben nur 56 Prozent der Deutschen, gegen Schäden am Haus- oder Wohnungsinventar gut versichert zu sein. Das zeigt eine aktuelle bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Hamburger InsurTech helden.de unter mehr als 1.000 Bundesbürgern.

mehr ...

Investmentfonds

ebase: Fonds werden bei der Anlage von Betriebsvermögen immer beliebter

Umfrage unter Firmenkunden der European Bank for Financial Services GmbH (ebase®) zeigt wachsende Nachfrage nach Investmentfonds für die Anlage von Betriebsvermögen – auch die ebase Vertriebspartner gehen überwiegend von zunehmendem Geschäft aus

mehr ...

Berater

Finastra und NetGuardians bieten KI-basierte Betrugserkennung für Financial Messaging

Finastra hat im Rahmen der Sibos-Konferenz in London seine Partnerschaft mit dem Schweizer Fintech NetGuardians bekannt gegeben. Die beiden Unternehmen bringen eine gemeinsame, KI-basierte Lösung für die Betrugserkennung beim Austausch von Nachrichten im Finanzsektor (Financial Messaging) auf den Markt. Was dies für den Vertrieb bedeutet.

mehr ...

Sachwertanlagen

„Gleich mehrere Megatrends“

Die United Investment Partners Group (UIP Group) ist zusammen mit einer Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) neu in den Markt der geschlossenen Publikums-AIFs eingestiegen. Cash. fragte den Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter Steffen Hipp
sowie Vertriebs-Geschäftsführer Matthias Graf nach den Hintergründen.

mehr ...

Recht

ifo Institut sieht Licht und Schatten im Klimapaket

Das ifo Institut sieht im Klimapaket Licht und Schatten. Die CO2-Bepreisung über Zertifikate sei der richtige Weg. Die Vorgabe von festen CO2-Preisen bis 2025 sei jedoch mit einem funktionierenden Zertifikatesystem unvereinbar. Ein Kommentar von Clemens Füst, Präsident des ifo Instituts.

mehr ...