13. Juli 2009, 00:00
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Bayerische Beamten bündeln Lebensversicherungsgeschäft

Die Bayerische Beamten Versicherung (BBV) hat bekanntgegeben, ihr Neugeschäft im Bereich Leben ab kommendem Jahr bei der Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung zu konzentrieren. Mit der neuen Konzernstruktur sollen “Doppelspurigkeiten” innerhalb der Gruppe vermieden werden, teilt die BBV mit.

Um die “Effizienz zu erhöhen” und Kosten zu senken, strebe der Konzern Einsparungen bei den Sach- und Personalkosten an. Details zu den Einschnitten im Personalbereich, die sowohl in der Hauptverwaltung wie auch in den Außenstellen unumgänglich seien, werde die BBV in den nächsten Wochen in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern feststellen und “selbstverständlich sozialverträglich” gestalten, heißt es in der Mitteilung weiter.

FTD: Bis 2010 werden 100 Stellen abgebaut

Im Interview mit der “Financial Times Deutschland” (FTD) erklärte BBV-Vorstandschef Rolf Koch, bis 2010 wolle sein Unternehmen 100 der insgesamt 550 Vollzeitstellen abbauen. Die Verwaltungskosten von jährlich 60 Millionen Euro sollen um zehn Millionen Euro gesenkt werden, so Koch weiter.

Die FTD berichtet, die BBV sei auf der Suche nach Fusionspartnern und habe sich unter anderem an die Versicherer Huk-Coburg, Signal Iduna und Versicherungskammer Bayern gewendet – die Pläne seien aber aufgrund von Finanzproblemen der BBV gescheitert. Derzeit verhandle die BBV mit der Münchener Rück. Koch dementierte die Gerüchte über eine Finanzierungslücke und sagte, bei den Gesprächen mit dem Münchener Rückversicherer ginge es nicht um “Nothilfe”.

BBV-Chef dementiert Gerüchte über Finanznot

Allerdings hat die BBV-Muttergesellschaft Bayerische Beamten Lebensversicherung a.G. ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich: Der Rückgang des Neugeschäfts hat sich fortgesetzt und die Beitragseinnahmen sind um etwa sechs Prozent gesunken.

Die Lage der BBV sei jedoch trotz Finanzkrise stabil, erklärt das Unternehmen und widerspricht damit abermals den anders lautenden Gerüchten, die sich seit Monaten hartnäckig in Medien und Branchenkreisen halten. (hb)

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