Map-Report: Beste Ablaufleistungen selten bei den Großen

Sparer, die dreißig Jahre lang in eine kapitalbildende gemischte Lebensversicherung eingezahlt haben, können heute auf eine erzielte Rendite zwischen 4,56 und 6,61 Prozent blicken. Das ist das zentrale Ergebnis des alljährlich erhobenen Map-Reports, Artlenburg.

Im Rahmen der Untersuchung werden die tatsächlich erreichten Ablaufleistungen in drei Vertragskonstellationen mit einem 30-jährigen Mann, der 1.200 Euro jährlich einzahlt und diese Verträge zwölf, 20 oder 30 Jahre durchhält, berechnet. Nach 30 Jahren hat er somit 36.000 Euro eingezahlt und bekommt dann im Schnitt 88.673 Euro ausbezahlt – damit hat er einen Zinsgewinn von 52.673 Euro erzielt.

Den höchsten Wert habe die Debeka mit 112.617 Euro gemeldet. Der Versicherer hat sich im Vergleich zum Vorjahr laut Map-Report von 122 auf 124 Prozent des Marktdurchschnitts verbessert. Auf den Plätzen folgten ? mit Abstand ? die Huk-Coburg mit 101.808 Euro und die Neue Leben mit 99.795 Euro.

Die großen Anbieter haben Nachholbedarf

Bemerkenswert sei, dass sich unter den zehn Gesellschaften mit der höchsten Ablaufleistung mit der Debeka und R+V nur zwei Unternehmen befänden, die auch zu den zehn größten Lebensversicherern gehörten. Der drittgrößte Anbieter in dieser Top-Ten-Liste sei die Neue Leben, die in der Größenhitparade auf Rang 25 stehe. Dagegen ist mit der Süddeutschen Lebensversicherung ein Marktzwerg vertreten, der auf 45,6 Millionen Euro Prämieneinnahmen komme und nach der Größe nur Nummer 77 des Marktes ist, so die Untersuchung.

Die Marktgiganten hingegen bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm: Rang 18 für die Allianz zeige noch gewaltiges Verbesserungspotential. Unter den zehn Gesellschaften mit den schwächsten gemeldeten Ablaufleistungen sind mit AachenMünchener, Württembergische, Generali/Volksfürsorge und Victoria gleich vier der zehn größten Lebensversicherer vertreten.

Dabei seien diese Zunftvertreter nicht einmal die Schlechtesten: Große Marktteilnehmer wie Axa, Nürnberger, Deutscher Ring und Zurich hätten ihre Zahlen erst gar nicht offen gelegt. Wohl aus gutem Grund, so die Verfasser des Map-Reports. (mo)

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