NYSE: Allianz-Aktie macht Börsenabgang

Europas größter Versicherer, die Allianz SE, will seine Aktie von den ausländischen Börsen nehmen und den Aktienhandel künftig auf den Börsenplatz Frankfurt beschränken.

Der Münchner Konzern wolle sich mit dem Delisting an der New York Stock Exchange (NYSE) und den Börsen in London, Mailand, Paris und Zürich dem internationalen Anlegerverhalten anpassen und zugleich die Komplexität seines Kapitalmarktauftrittes reduzieren, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens.

Mit dem Schritt setzt der im Dax notierte Versicherer beim Handel seines Papiers künftig vor allem auf die Xetra-Plattform der Frankfurter Börse – den nach Darstellung der Allianz liquidesten Marktplatz. In den vergangenen Jahren seien im Durchschnitt deutlich weniger als fünf Prozent des gesamten Handels mit Allianz-Aktien an ausländischen Börsen abgewickelt worden, obwohl rund 70 Prozent der Aktien von Investoren außerhalb Deutschlands gehalten würden, so die Mitteilung weiter.

Die strategische Ausrichtung des Konzerns soll von der Entscheidung allerdings genauso unberührt bleiben wie seine Präsenz in den regionalen Märkten. Am 23. Oktober wird der Handel an der NYSE eingestellt, London, Mailand, Paris und Zürich sollen bald folgen. (hb)

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