Steigende Ausgaben belasten Kassen

Bei den drei größten Krankenkassen Techniker (TK), Barmer und DAK hat sich die Finanzsituation deutlich verschlechtert. Das geht aus Zahlen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen. So fuhren Barmer und DAK ein Minus von 29 Millionen beziehungsweise 35,7 Millionen Euro ein. Die Barmer hätte im ersten Quartal noch ein Plus von 18 Millionen und die DAK von 52 Millionen Euro erreicht.

Die TK als größte bundesweite Kasse liege mit einem Plus von 33 Millionen Euro zwar weiter in den schwarzen Zahlen – im ersten Quartal hatte ihr Überschuss aber noch 53 Millionen Euro betragen. Das Plus der KKH Allianz sank von 44 auf 30 Millionen Euro, so Reuters. Die Zahlen der übrigen Kassen werden in den nächsten Wochen erwartet.

Vor allem die steigenden Ausgaben für Arzneimittel sollen den Kassen Kopfzerbrechen bereiten. Bei der DAK wuchsen sie in den ersten sechs Monaten nach Angaben eines Sprechers um 6,1 Prozent, so Reuters. Die Ausgaben für ärztliche Behandlungen kletterten laut Nachrichtenagentur unter anderem als Folge der neuen Honorierung um 6,7 Prozent und für Klinikaufenthalte um 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Insgesamt hatten die knapp 200 Kassen nach Reuters-Angaben in den ersten drei Monaten ein Plus von 1,1 Milliarden Euro eingefahren. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hatte betont, für die Erhebung von Zusatzbeiträgen bestehe daher kein Grund. (mo)

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