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18. Februar 2009, 00:00
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Studie: Keine Zwei-Klassen-Medizin

Zwar sind privat Versicherte durchgängig zufriedener mit der ärztlichen Betreuung als gesetzlich Versicherte – von einer großen Kluft im deutschen Gesundheitssystem könne indes nicht die Rede sein, so das Fazit einer Umfrage von Ernst & Young.

Am deutlichsten seien die Unterschiede in der Wartezeit: 52 Prozent der Kassenpatienten kritisieren, zu viel Zeit im Wartezimmer verbringen zu müssen. Dagegen beschwert sich nicht einmal jeder Dritte privat Versicherte über zu lange Wartezeiten bei Fachärzten, so die Wirtschaftsprüfer.

Privatpatienten sehen zudem seltener eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung. Knapp ein Drittel der Befragten beklagt eine sinkende Qualität, dagegen bemerken immerhin 20 Prozent eine Verbesserung. Bei den Kassenpatienten sind 43 Prozent der Meinung, dass sich die Qualität verschlechtert hat und nur zwölf Prozent sehen eine positive Entwicklung.

„Die Befragungsergebnisse bestätigen den Verdacht, dass Privatpatienten tatsächlich eine bevorzugte Behandlung genießen“, kommentiert Stefan Viering, Partner bei Ernst & Young. Allerdings seien die Unterschiede nicht so eklatant, dass man daraus schon auf die Existenz einer wirklichen Zwei-Klassen-Medizin schließen könne. Die Unterschiede seien sogar eher gering, wenn man bedenkt, dass die Behandlung eines Privatpatienten für einen Arzt deutlich lukrativer ist als die eines Kassenpatienten.

Im Rahmen der Studie „Gesundheitsbarometer 2009“ wurden bundesweit 2.000 Menschen befragt. (hi)

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