Studie: Leichter Rückgang bei fondsgebundenen Versicherungen

Auch das Neugeschäft im Bereich der fondsgebundenen Versicherungsprodukte hat im Zuge der Finanzmarktkrise Federn lassen müssen. Die Branche verzeichnete für das Jahr 2008 einen leichten Rückgang von 3,08 Prozent. Das Neuvertragsvolumen beträgt somit 1,897 Milliarden Euro (2007: 1,897 Milliarden Euro) auf APE-Basis (Annual Premium Equivalent), die sich aus den laufenden Beiträgen und zehn Prozent Einmalbeiträgen ergibt. Der Anteil der fondsgebundenen Versicherungen am Gesamtmarkt Leben erhöhte sich hingegen geringfügig von 31,4 Prozent im Vorjahr auf 31,8 Prozent im Jahr 2008.

Das ist das Ergebnis des ?FVL-Update 2008? der Unternehmensberatung Towers Perrin. Die Beratung untersucht in dieser Studie die Gesamtentwicklung fondsgebundener Rentenversicherungen, unter die auch Riester- und Basisrenten-Produkte fallen, sowie fondsgebundene Lebensversicherungen auf dem deutschen Markt.

Ein Rückgang von 4,5 Prozent im Vergleich zu 2007 wurde im gesamten Geschäft des Bereichs Lebensversicherungen verzeichnet. Ebenso rückläufig zeigte sich das Neugeschäftsvolumen der fondsgebundenen Produkte (minus 3,1 Prozent im Vergleich zu 2007). Das fondsgebundene Geschäft gegen Einmalbetrag schrumpfte auf 1,5 Milliarden Euro (2007: 2,1 Milliarden Euro). Die Einnahmen aus laufenden Beiträgen zeigten sich laut der Untersuchung mit 1,7 Milliarden Euro stabil.

Dennoch weist Towers Perrin in der Studie auf die teilweise starken Differenzen im fondsgebundenen Versicherungsmarkt hin: Das Volumen der staatlich geförderten fondsgebundenen Basisrenten ging um 13,9 Prozent zurück, während der Umsatz von fondsgebundenen Riesterrenten um 11,1 Prozent anstieg. Gleichzeitig verloren fondsgebundene Rentenversicherungen in der privaten Vorsorge gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 1,1 Prozent.

Bei den fondsgebundenen Renten- und Versicherungsprodukten mit Garantien gegen laufenden Beitrag wuchs der Anteil im vergangenen Jahr von 21,3 Prozent auf 39,3 Prozent. Der Anteil von fondsgebundenen Basisprodukten mit Garantien gegen laufenden Beitrag an allen fondsgebundenen Basisprodukten stieg von 24,8 Prozent auf 34,0 Prozent.

Marcel Schmitz, Principal bei Towers Perrin und Autor der Studie begründet die Ergebnisse damit, dass die Unternehmen zurzeit eine hohe Nachfrage an Fondsprodukten mit Garantien zu verzeichnen hätten. Zu beobachten wären ?verstärkte Aktivitäten zur Einführung neuer Garantiekonzepte? so Schmitz weiter. (ks)

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