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3. Juli 2009, 00:00
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Versicherungsprämien sinken weltweit

Erstmals seit 1980 sind die weltweiten realen Prämieneinnahmen der Versicherer gesunken. Besonders der Bereich Leben hat gelitten: Dort fielen die Prämien in 2008 um inflationsbereinigte 3,5 Prozent auf 2.490 Milliarden US-Dollar.

Dieser Rückgang setzt sich aus einem Minus in den Industrieländern (minus 5,3 Prozent) und einem zweistelligen Wachstum in den Schwellenländern (plus 15 Prozent) zusammen. Dies geht aus dem Bericht “Assekuranz Global 2008” des Schweizer Rückversicherers Swiss Re hervor.

Die Prämien der restlichen Sparten sanken laut Studie real um 0,8 Prozent auf 1.779 Milliarden US-Dollar. Dabei fielen die Prämien in den Industrieländern um 1,9 Prozent, in den Schwellenländern stiegen sie um 71 Prozent. Das gesamte weltweite Prämienaufkommen der Versicherer belief sich im vergangenen Jahr auf 4.270 Milliarden Euro ? ein Rückgang um zwei Prozent gegenüber 2007.

Deutsche Lebensversicherer zeigen sich stabil

Im europäischen Vergleich steht die deutsche Lebensversicherungsbranche mit einem kleinen Prämienrückgang von einem Prozent relativ gut da, so Swiss Re. Grund sei die Zunahme des Vorsorge- und Rentengeschäfts durch die Erhöhung der steuerlichen Abzugsfähigkeit und der einkommensabhängigen staatlichen Zuschüsse zu den Riester-Vorsorgeprodukten.

Demgegenüber mussten die anderen großen europäischen Versicherungsmärkte Großbritannien, Italien (beide minus 16 Prozent) und Frankreich (minus 13 Prozent) zweistellige Prämienrückgänge hinnehmen. Allein Spanien konnte mit zehn Prozent ein großes Wachstum ausweisen. Den drastischsten Einbruch verzeichnete Irland mit 42 Prozent.

Eigenkapital sinkt um bis zu 40 Prozent

Die weltweite Finanzkrise setzte laut Studie auch dem Anlageergebnis und der Eigenkapitalrendite stark zu. So sank das Eigenkapital der Branche weltweit im Nichtlebenbereich um 15 bis 20 Prozent, im Bereich Leben sogar um 30 bis 40 Prozent. Dennoch verfüge die überwältigende Mehrheit der Versicherer über ausreichend Risikokapital, um die Verluste aufzufangen. Ausnahmen seien eine Handvoll Versicherer in den USA und Europa sowie US-Monoliner – also spezialisierte Gesellschaften, die Wertpapiere gegen Ausfall versichern.

Für das laufende Jahr rechnet Swiss Re im Bereich Leben mit einer schwach positiven bis negativen Prämienentwicklung. Im Bereich Nichtleben prognostizieren die Schweizer für 2009 unveränderte Prämien. Im nächsten Jahr sei dort wieder Wachstum zu erwarten. (mo)

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