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24. April 2009, 00:00
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Versicherungsprämien vor Trendwende?

In der zweiten Hälfte 2008 sind die Preise von Kreditversicherungen und Versicherungen für die Finanzwirtschaft angestiegen. Somit ist der nun seit fünf Jahren anhaltende Trend zu immer niedrigeren Industrieversicherungsprämien dabei, sich umzukehren. In allen anderen Sparten gaben die Prämien erneut leicht nach, was am weiterhin starken Wettbewerb im europäischen Markt lag, so der aktuelle Marsh Versicherungsmarkt-Report.

Kreditversicherungen, die Versicherte oder deren Geschäftspartner vor Zahlungsausfällen und Insolvenzen schützen, hätten sich angesichts der weltweiten Krise um zehn bis 20 Prozent verteuert. Versicherungen für die Finanzwirtschaft stiegen hierzulande um bis zu zehn Prozent – ein wesentlich geringerer Anstieg als in Großbritannien oder den USA, so Marsh.

Wie schon in den Vorjahren zeigte sich der deutsche Industrieversicherungsmarkt im europaweiten Vergleich laut Bericht besonders nachgiebig. Der Grund dafür liege zum einen im starken Wettbewerb unter den Versicherern, zum anderen an den langjährig geringen Versicherungsschäden der hiesigen Industrieunternehmen.

Im Bereich der Unternehmenshaftpflichtversicherungen konnten in der zweiten Hälfte 2008 Prämienreduzierungen von bis zu 20 Prozent erzielt werden, so die Untersuchung.

Bei den Sachversicherungen sank laut Marsh die Zahl der Neuabschlüsse im Beobachtungszeitraum deutlich, da die meisten Unternehmen bereits im letzten und vorletzten Jahr die niedrigen Prämien genutzt hatten, um Mehrjahresverträge abzuschließen. Große Versicherer verloren einige Kunden an kleinere Anbieter, weil sie die Prämien nicht noch weiter senken wollten, so die Untersuchung weiter.

Bei der Kfz-Versicherung habe der starke Wettbewerb unter den Anbietern zu weiter fallenden Preisen von bis zu zehn Prozent geführt. Trotz der inzwischen über 100 Prozent liegenden Schadenquote in dieser Sparte lasse sich derzeit nicht voraussehen, wann der bereits seit zwei Jahren andauernde Preiskampf unter den Versicherern endet und die Prämien wieder anziehen.

Alle Zeichen deuteten auf einen sich verhärtenden Versicherungsmarkt hin. “Wir sehen steigende Schadenquoten in fast allen Sparten, die großen Rückversicherer haben höhere Preise angekündigt, und die Quotierungen auf dem Londoner Markt geben nicht mehr weiter nach”, sagt Dr. Georg Bräuchle, Mitglied der Zentralen Geschäftsleitung bei Marsh und verantwortlich für die Platzierung von Risiken. “Dennoch sind die Versicherer tendenziell nach wie vor bereit, Prämien zu senken, um Kunden zu halten oder Marktanteile hinzuzugewinnen.” 2009 werden Prämiensenkungen voraussichtlich nur noch selektiv möglich sein, so die Prognose. (mo)

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