16. Juli 2009, 00:00
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VVG-Reform: Versicherer müssen nachsitzen

Das novellierte Versicherungsvertragsgesetz (VVG) führt bei den deutschen Versicherern zu nachträglichen Investitionen in Millionenhöhe. Vor allem für effizientere Abläufe, zusätzliche Leitfäden für den Außendienst sowie neue Beratungssoftware werde das Geld ausgegeben.

Das ergibt eine Markteinschätzung des Hamburger Beratungsunternehmen Steria Mummert. Die Investitionen liegen für einzelne, größere Versicherer im zweistelligen Millionenbereich, so ein Analyst von Steria Mummert gegenüber cash-online.

?Viele Unternehmen haben knapp das rettende Ufer der Gesetzeskonformität erreicht. Die Abläufe zur Erfüllung der Beratungs- und Dokumentationspflichten sind zwar umgesetzt und entsprechen den gesetzlichen Anforderungen. Dafür sind die Prozesse deutlich umständlicher geworden, was die Kostenmassiv nach oben treibt?, so Dr. Christian Schareck, Bereichsvorstand Insurance vonSteria Mummert Consulting.

So brauchen Versicherungsvermittler heute beispielsweise rund vier Prozent mehr Zeit für administrative Tätigkeiten als noch vor der VVG-Novellierung vor rund anderthalb Jahren. Der Grund: Um den Zeitplan für die Umsetzung der Neuerungen zu halten, begnügen sich zwei Drittel der Versicherungen mit manuellen Lösungen, so Steria Mummert. Beim Beratungsprotokoll kämen häufig einfache Formblätter zum Einsatz. Diese fülle der Vermittler oft handschriftlich, was den Zeitaufwand für die Antragsbearbeitung aber erheblich ansteigen lasse, so Steria Mummert. Effizienter sei die Arbeit mit einem Laptop. (mo)

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