Allianz SE sieht sich auf Kurs

Die Allianz SE ist trotz eines Gewinnrückgangs im dritten Quartal zuversichtlich, ihre Maximalziele für das Geschäftsjahr 2010 zu erreichen. Während die Vermögensverwaltung floriert, belasteten Steueraufwendungen, Naturkatastrophen und ein Rückgang in der Sparte Leben und Kranken das Quartalsergebnis.

Meldung AllianzEuropas größter Versicherer will im Gesamtjahr einen operativen Gewinn am oberen Ende der bisher angepeilten Spanne von 6,7 bis 7,7 Milliarden Euro erreichen, erklärte Vorstandschef Michael Diekmann.

In den ersten neun Monaten wurden bereits 6,1 Milliarden Euro erwirtschaftet, wie der aktuelle Quartalsbericht zeigt. Das entspricht einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz will der Konzern in diesem Jahr die 100-Milliarden-Euro-Marke knacken. Das wurde zuletzt 2005 erreicht.

Im dritten Quartal verbuchte die Allianz unter anderem wegen höherer Steueraufwendungen einen Gewinnrückgang. Der Überschuss fiel um acht Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis konnte indes in der Vermögensverwaltung um 42 Prozent und in der Kernsparte Schaden/Unfall um neun Prozent gesteigert werden. Die Lebens- und Krankenversicherung verzeichnete dagegen ein Minus von 30 Prozent, was der Konzern auf ein besonders gutes Anlageergebnis im Vorjahr zurückführte.

Zudem leidet die Allianz unter Naturkatastrophen. Das Jahresbudget von rund 900 Millionen Euro ist bereits um 218 Millionen Euro überzogen. Im dritten Quartal fielen 307 Millionen Euro an. Vor allem die Überschwemmungen in Sachsen und Osteuropa kamen die Allianz teuer zu stehen.

Die Schaden/Kosten-Quote lag dennoch bei profitablen 97,1 Prozent. Eigentlich hatte sich der Versicherer allerdings für dieses Jahr vorgenommen, die Quote um etwa einen Punkt auf 96,5 Prozent zu verbessern. Doch danach sieht es derzeit nicht aus: Nach den ersten neun Monaten waren es knapp 98 Prozent. (hb)

Foto: Allianz

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