2. Dezember 2010, 13:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

PKV-Vertrieb: Makler machen weiter Boden gut

Beim Vertrieb von privaten Krankenversicherungen (PKV) gewinnen die unabhängigen Vermittler Marktanteile, während die Ausschließlichkeit einbüßt. Insgesamt geht die Assekuranz von einem anhaltenden Aufwärtstrend aus. Wer macht künftig das Rennen?

Pkv-tt in PKV-Vertrieb: Makler machen weiter Boden gut

Insgesamt ist das Neugeschäft der privaten Krankenversicherer im Jahr 2009 wieder moderat gestiegen, wie aus der Studie „Vertriebswege-Survey 2010 im Krankenversicherungsgeschäft“ hervorgeht, die die Unternehmensberatung Towers Watson zum vierten Mal durchgeführt hat. Dabei sei besonders die Krankenvollversicherung gefragt gewesen.

Zwar haben die Ausschließlichkeitsvertreter beim PKV-Vertrieb der Studie zufolge mit einem Anteil  von 46 Prozent am Neugeschäft immer noch die Nase vorn. Allerdings musste der Vertriebskanal im Vergleich zum Vorjahr Federn lassen und verlor zwei Prozentpunkte. Im Fünf-Jahres-Vergleich sank der Anteil sogar um elf Prozent.

Daniela Brandt, Beraterin bei Towers Watson und Co-Autorin der Studie, begründet dies mit einer Prioritätenverschiebung bei den Assekuranzen. Einige würden sich zunehmend auch auf die unabhängigen Vermittler konzentrieren, insbesondere im Bereich der Krankenvollversicherung.

Dies spiegelt auch das Ergebnis der Befragung wider: Die unabhängigen Vermittler konnten ihren Marktanteil, wie schon im Vorjahr, um mehr als einen Prozentpunkt auf 35 Prozent ausbauen. Jedoch gibt es offenbar noch einen weiteren Grund für den Zuwachs. Ein Teil des Neugeschäfts resultiere auch aus der provisionsgetriebenen Umdeckung, so die Studienautoren.

Der Absatz über die gebundenen Strukturvertriebe kletterte von fünf auf knapp sieben Prozent. Der Direktvertrieb blieb indes mit einem Anteil von vier Prozent konstant. Zulegen konnte der Vertriebskanal nur bei der Krankenzusatzversicherung. Im Segment der alternativen Vertriebswege, zu denen Towers Watson außerdem den Online-Kanal und Kooperationsgeschäfte mit gesetzlichen Krankenversicherungen zählt,  bringt es der Direktvertrieb auf elf Prozent.

Der Vertrieb über den Bankschalter stagnierte auch 2009 bei vier Prozent. Krankenzusatzprodukte konnten sich in diesem Absatzkanal ebenfalls nicht weiter durchsetzen. Towers Watson vermutet, dass der geringe Marktanteil darauf zurückzuführen ist, dass Krankenversicherungen nicht zum Kerngeschäft der Bankberater zählen.

Seite 2:Welcher Vertriebskanal wird zulegen können?

Weiter lesen: 1 2

3 Kommentare

  1. […] Die Zeitschrift cash berichtet, dass der Vertrieb von privaten Krankenversicherungen (PKV) immer öfter von unabhängigen Vermittlern erfolgt. Sogenannte Ausschließlichkeitsvertreter melden dagegen Einbußen. PKV-Vertrieb: Makler machen weiter Boden gut […]

    Pingback von Linkschleuder 20101206: Private Krankenversicherung, Versicherungsportale, Gesundheitsreform | Informationen zu Versicherungen und Altersvorsorge — 6. Dezember 2010 @ 13:01

  2. […] Marktanteile, während die Ausschließlichkeit einbüßt. Insgesamt geht die Assekuranz von […] Cash.Online: News- und Serviceportal für Finanzdienstleistungen Share and […]

    Pingback von PKV-Vertrieb: Makler machen weiter Boden gut | Mein besster Geldtipp — 3. Dezember 2010 @ 11:04

  3. […] um über zwei Prozentpunkte reduziert. …Studie: PKV-Anbieter optimistischDAS INVESTMENT.comPKV-Vertrieb: Makler machen weiter Boden gutcash-online.dePKV erwartet steigendes Neugeschäftboersen-zeitung.de […]

    Pingback von Die erfolgreichsten Krankenversicherungs-Verkäufer – VersicherungsJournal Deutschland | Michael Benaudis German Newspaper — 3. Dezember 2010 @ 01:27

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Überlastet und ausgebrannt

Hoher Zeitdruck und zunehmende Arbeitsverdichtung, aber auch zu viel Arbeit für die eigentlich vereinbarte Arbeitszeit sind Faktoren, die bei vielen Beschäftigten hierzulande zu Überlastung führen. Das zeigt der aktuelle DGB-Report „Arbeiten am Limit“.

mehr ...

Immobilien

Tipps für Mieter: Betriebskostenabrechnung ohne böse Überraschungen

Zu hoher Warmwasserverbrauch, einmalige Reparaturen oder ein falscher Umlageschlüssel: Die jährliche Betriebskostenabrechnung sorgt bei Mietern und Vermietern immer wieder für Streit und Diskussionen. Dabei muss nicht immer ein zu hoher Wasser- und Heizungsverbrauch des Mieters die Ursache für eine falsche Betriebskostenabrechnung sein. Nicht selten sind Kosten aufgelistet, die gar nicht umlagefähig sind. Worauf Mieter daher achten sollten, erklären die Experten des Full-Service Immobiliendienstleiters McMakler.

mehr ...

Investmentfonds

Erster regulierter Handelsplatz für digitale Assets

Nach dem Start des Handels für ausgewählte Nutzer im September steht die Digital Exchange der Börse Stuttgart (BSDEX) nun allen Interessierten in Deutschland offen. An Deutschlands erstem regulierten Handelsplatz für digitale Vermögenswerte können die Nutzer aktuell Bitcoin gegen Euro handeln, weitere digitale Assets sollen hinzukommen.

mehr ...

Berater

Schweizer Verwahrer für “Kryptowerte” will nach Deutschland

Die Crypto Storage AG aus Zürich will eine eigene Präsenz in Deutschland aufbauen und kündigt an, eine Lizenz als “Kryptowerteverwahrer” für digitale Werte wie Bitcoin beantragen zu wollen. Hintergrund sind die neuen gesetzlichen Regelungen in Deutschland ab 2020.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia kauft Healthcare-Immobilie in Hamburg

Das Immobilienunternehmen Patrizia AG hat für seinen Fonds Pflege Invest Deutschland I eine gemischt genutzte Immobilie mit Schwerpunkt auf sozialer und medizinischer Versorgung in Hamburg erworben.

mehr ...

Recht

Neues Urteil: Vorsicht bei “Service Calls”

“Service Calls“ eines Versicherungsmaklers können unzulässige Werbung sein. Auf ein entsprechendes Urteil des OLG Düsseldorf vom 19. September 2019 (Az.: 15 U 37/19) hat nun die Rechtsanwaltskanzlei Wirth hingewiesen.

mehr ...